Di., 14.07.2026 , 15:04 Uhr

Hochschule sieht Studienbetrieb und Lehrqualität durch Defizite gefährdet

HfBK Dresden warnt vor Finanznot

Die Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) warnt angesichts ihrer finanziellen Entwicklung vor erheblichen Einschnitten. Während die Mittel für Personalausgaben den Tarifsteigerungen folgten, seien die Zuschüsse für Sachausgaben und Investitionen trotz der Inflation seit den 2010er-Jahren nahezu unverändert geblieben. Nach einem positiven Ergebnis im Jahr 2024 verzeichnete die Hochschule 2025 bereits einen Verlust von fast 300.000 Euro. Für 2027 wird ein Minus von 482.400 Euro erwartet, für 2028 ein Defizit von 530.300 Euro.

Die Verluste könnten zunächst noch durch Rücklagen ausgeglichen werden. Ab 2029 stünden der Hochschule nach eigenen Angaben jedoch keine Reserven mehr zur Verfügung. Deshalb seien auch Kürzungen beim Personal zu erwarten, die sich auf die Betreuung der Studierenden sowie die Qualität von Lehre, künstlerischer Praxis und Forschung auswirken könnten. Gemeinsam mit dem sächsischen Wissenschaftsministerium sucht die HfBK nun nach Lösungen. Die Hochschule warnt zugleich davor, dass ähnliche finanzielle Probleme auch andere sächsische Hochschulen betreffen.