Sachsen: Deepfakes, Belästigung oder die Verbreitung intimer Aufnahmen: Sexualisierte Gewalt findet längst auch im Netz statt. Für Betroffene kann das extrem belastend sein. Das Landeskriminalamt Sachsen rät deshalb, sich Unterstützung zu holen und Übergriffe nicht allein durchstehen zu müssen. Hilfe bieten unter anderem die Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt in Sachsen sowie die Opferhilfe mit mehreren Beratungsstellen im Freistaat. Dort erhalten Betroffene emotionale Unterstützung, Beratung zum weiteren Vorgehen und bei Bedarf auch Begleitung in einem Strafverfahren
Wichtig ist zunächst, Beweise zu sichern. Dazu gehören rechtssichere Screenshots mit Internetadresse, Datum, Uhrzeit, Nutzername und erkennbarem Kontext sowie mögliche Chatverläufe. Bei sexualisierten Darstellungen von Kindern oder Jugendlichen ist besondere Vorsicht geboten: Solche Inhalte sollten nicht selbst gespeichert, sondern gemeldet oder direkt der Polizei übergeben werden. Nach der Beweissicherung können Inhalte bei Plattformen, Seitenbetreibern oder Beschwerdestellen zur Löschung gemeldet werden. Unterstützen können außerdem Angebote wie HateAid, Juuuport, „Take It Down“ für Minderjährige und „stopNCII.org“ für nicht einvernehmlich verbreitete intime Aufnahmen von Erwachsenen. (DPA)