So., 23.08.2026 , 15:06 Uhr

Ausstellung in Radebeul

Historische Kostümfigur kehrt ins Karl-May-Museum zurück

Nach drei Jahren aufwendiger Restaurierung ist eine historische Kostümfigur im Karl-May-Museum in Radebeul zurück. Die Blackfoot-Frau erhielt bei ihrer Rückkehr zudem einen neuen Namen – in Anwesenheit von Schauspieler Gojko Mitić.

Blackfoot-Frau bekommt einen Namen

Drei Jahre lang wurde die historische Kostümfigur restauriert, nun ist sie wieder an ihrem ursprünglichen Ausstellungsort zu sehen. Im Karl-May-Museum in Radebeul wurde die namenlose Blackfoot-Frau bei ihrer Rückkehr auf den Namen „Sitopanaki“ getauft.

Anlass für die Namensgebung war der Schauspieler Gojko Mitić. Der 86-Jährige war bei der Rückkehr der Figur dabei. „Sitopanaki“ heißt auch eine Figur aus dem Film „Die Söhne der großen Bärin“, mit dem Mitić 1966 seine Schauspielkarriere begann.

Seit fast 100 Jahren Teil der Ausstellung

Die Figur gehört zu den ältesten Ausstellungsstücken des Karl-May-Museums. Karl Mays zweite Ehefrau Klara hatte den Bildhauer Vittorio Güttner damit beauftragt, drei möglichst authentisch gestaltete, lebensgroße Figuren für das Museum anzufertigen.

Güttner schuf einen Apachen-Krieger, einen Irokesen-Häuptling und die junge Blackfoot-Frau. Der Künstler Wilhelm Emil „Elk“ Eber übernahm anschließend die Bemalung der Figuren.

Seit 1928 sind die drei Figuren Bestandteil der Ausstellung in Radebeul.

 

15.000 Euro für die Restaurierung

Für die aufwendige Restaurierung wurden insgesamt rund 15.000 Euro investiert. Dabei wurden nicht nur der Körper der Figur, sondern auch ihre Kleidung und zahlreiche Accessoires überarbeitet und möglichst originalgetreu wiederhergestellt.

Unterstützung gab es auch von Gojko Mitić. Der Schauspieler hatte während einer Lesetour Spenden für die Restaurierung gesammelt.

Nun ist „Sitopanaki“ wieder an ihrem angestammten Platz im Karl-May-Museum zu sehen.