Drei Jahre lang wurde die historische Kostümfigur restauriert, nun ist sie wieder an ihrem ursprünglichen Ausstellungsort zu sehen. Im Karl-May-Museum in Radebeul wurde die namenlose Blackfoot-Frau bei ihrer Rückkehr auf den Namen „Sitopanaki“ getauft.
Anlass für die Namensgebung war der Schauspieler Gojko Mitić. Der 86-Jährige war bei der Rückkehr der Figur dabei. „Sitopanaki“ heißt auch eine Figur aus dem Film „Die Söhne der großen Bärin“, mit dem Mitić 1966 seine Schauspielkarriere begann.
Die Figur gehört zu den ältesten Ausstellungsstücken des Karl-May-Museums. Karl Mays zweite Ehefrau Klara hatte den Bildhauer Vittorio Güttner damit beauftragt, drei möglichst authentisch gestaltete, lebensgroße Figuren für das Museum anzufertigen.
Güttner schuf einen Apachen-Krieger, einen Irokesen-Häuptling und die junge Blackfoot-Frau. Der Künstler Wilhelm Emil „Elk“ Eber übernahm anschließend die Bemalung der Figuren.
Seit 1928 sind die drei Figuren Bestandteil der Ausstellung in Radebeul.
Für die aufwendige Restaurierung wurden insgesamt rund 15.000 Euro investiert. Dabei wurden nicht nur der Körper der Figur, sondern auch ihre Kleidung und zahlreiche Accessoires überarbeitet und möglichst originalgetreu wiederhergestellt.
Unterstützung gab es auch von Gojko Mitić. Der Schauspieler hatte während einer Lesetour Spenden für die Restaurierung gesammelt.
Nun ist „Sitopanaki“ wieder an ihrem angestammten Platz im Karl-May-Museum zu sehen.