Leipzig - Sachsen steht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vor mehreren Tagen mit extremer Hitze. Das Hoch „Hartmut“ bringt demnach hochsommerliche Temperaturen nach Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Meteorologe Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig sprach von Aussichten, die „rekordverdächtig heiß“ seien.
Die Temperaturen sollen in den kommenden Tagen weiter steigen. Für Samstag und Sonntag erwartet der DWD in den drei Ländern verbreitet Werte von 39 bis 40 Grad. Damit könnte es in der Region so heiß werden wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Der bisherige Höchstwert in der Region wurde am 20. Juli 2022 in Huy-Pabstorf in Sachsen-Anhalt gemessen. Dort erreichte die Temperatur 40,0 Grad. Für Sachsen liegt der bisherige Rekordwert nach DWD-Angaben bei 39,8 Grad. Gemessen wurde er am 20. August 2012 in Dresden-Hosterwitz. In Thüringen wurde der bisherige Spitzenwert am 30. Juni 2019 an der Sternwarte in Jena mit 38,8 Grad erreicht.
Oehmichen zeigte sich mit Blick auf die mögliche neue Rekordmarke optimistisch. Die Sonne scheine derzeit fast ungehindert vom nahezu wolkenlosen Himmel. Hinzu komme, dass die Sonne zur Zeit des Sonnenhöchststandes im Jahresverlauf besonders kräftig strahle. Dadurch könnten die Temperaturen ungewöhnlich stark steigen.
Eine Abkühlung ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes erst in der kommenden Woche in Sicht. Bereits am Sonntag sollen von Westen her Schauer und Gewitter aufziehen. Zunächst erreichen sie voraussichtlich Thüringen und Sachsen-Anhalt, später auch Sachsen.
Wie stark die Gewitter ausfallen, ist laut DWD noch nicht sicher. Oehmichen erklärte, es könne unwetterartig werden, müsse es aber nicht. Mit den Niederschlägen soll auch deutlich kühlere Luft aus dem Nordseeraum in die Region gelangen.
Damit verabschiedet sich Hoch „Hartmut“ nach aktueller Einschätzung des DWD wieder aus der Region. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geraten anschließend unter den Einfluss atlantischer Tiefausläufer.
Leipzig schwitzt – so schützen sich Menschen vor der Hitze
Hitze-Check für Chemnitz: Neue Studie zeigt Schwachstellen auf