Dresden/Chemnitz/Leipzig - Die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) fordern angesichts weiterhin hoher Kraftstoff- und Energiepreise schnelle Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher. Zwar sind die Preise an den Tankstellen zuletzt leicht gesunken, aus Sicht der Wirtschaft bleibt die Lage jedoch angespannt.
Nach aktuellen Daten sind die Preise für Benzin und Diesel um rund drei Cent pro Liter zurückgegangen. Hintergrund ist ein vorübergehender Rückgang der Ölpreise, der auf eine leichte Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran zurückgeführt wird.
Experten weisen jedoch darauf hin, dass sich Veränderungen auf dem Ölmarkt oft zeitverzögert auf die Preise an den Tankstellen auswirken. Zudem könne sich die Entwicklung jederzeit wieder umkehren.
Trotz der jüngsten Preisrückgänge bleibt Tanken für viele Menschen teuer. Nach Einschätzung der IHK wirken sich die gestiegenen Kraftstoffpreise auf zahlreiche Bereiche der Wirtschaft aus und treiben dort die Kosten.
Betroffen sind unter anderem der Waren- und Wirtschaftsverkehr, die Logistikbranche, das Baugewerbe sowie verschiedene Dienstleistungsbereiche. Auch Pendler, die auf das Auto angewiesen sind, spüren die Auswirkungen deutlich.
Nach Angaben der IHK haben sich die Kraftstoffpreise seit Beginn des Konflikts mit dem Iran in Deutschland um rund 50 Prozent erhöht.
Um die Belastung zu verringern, sprechen sich die IHK für eine Senkung staatlicher Abgaben auf Energie aus. Konkret geht es um niedrigere Steuern auf Kraftstoffe sowie Strom.
Die Kammern sehen darin eine Möglichkeit, die wirtschaftlichen Folgen der hohen Energiepreise abzumildern. Ohne entsprechende Maßnahmen drohten dauerhaft hohe Transportkosten, zusätzlicher Inflationsdruck und negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort.