Ein Förderprogramm des Dresdner Ausländerrates und des Sächsischen Flüchtlingsrates bringt Frauen mit ausländischen Wurzeln in den Arbeitsmarkt. Gemeinsam mit 13 weiteren Teilnehmerinnen begann die Afghanin Zahra Sarwari eine Beschäftigung beim Studentenwerk Dresden. Die 39-Jährige arbeitet derzeit vier Stunden täglich in der Mensa der Technischen Universität Dresden – unter anderem bei der Essensausgabe und an der Spülmaschine. Später könnte ihre Arbeitszeit ausgeweitet werden. Elf Frauen sind weiterhin Teil des unter anderem von der Europäischen Union und dem Bundesarbeitsministerium geförderten Projekts.
Die Verantwortlichen sehen darin ein mögliches Vorbild für andere Arbeitgeber. Neben einem eigenen Einkommen ermöglicht die Beschäftigung den Frauen, Sprachkenntnisse direkt im Arbeitsalltag zu verbessern und Teil eines Teams zu werden. Zugleich fordern die Beteiligten weniger bürokratische Hürden und mehr Offenheit in den Betrieben. Auch Sachsens Sozialministerin Petra Köpping betont, dass Sprache besonders schnell am Arbeitsplatz gelernt werde. Das Studentenwerk beschäftigt rund 200 Menschen in der Hochschulgastronomie und will Integration dort als selbstverständlichen Teil des Arbeitslebens etablieren.