Dresden - Aus dem Naturbad Mockritz gibt es positive Nachrichten: Nach Angaben der Dresdner Bäder GmbH wurden in den vergangenen drei Wochen keine Vorkommnisse im Zusammenhang mit Zerkarien gemeldet. Das Unternehmen geht davon aus, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Eindämmung der Parasiten inzwischen Wirkung zeigen.
Um den Zerkarien-Zyklus zu unterbrechen, wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt. So sollen Zäune und Boote dazu beitragen, Enten aus dem Biotop der Anlage fernzuhalten. Wasservögel gelten als wichtige Wirte der Zerkarien.
Zusätzlich wurde der Teich mit Fischen besetzt. Außerdem werden Schnecken, die ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Parasiten spielen, regelmäßig abgesammelt. Auch ihre Vermehrung soll erschwert werden. Der natürliche Zulauf des Naturbades wird regelmäßig gereinigt, während Mitarbeiter täglich Algen entfernen.
Nach Angaben der Dresdner Bäder GmbH hat sich auch die Wasserqualität deutlich verbessert. Badegäste können inzwischen bis auf den Grund des Teiches blicken. Das Unternehmen zeigt sich zuversichtlich, dass der derzeitige Zustand bis zum Ende der Badesaison anhält und Zerkarien nicht mehr in der Häufigkeit auftreten wie in der Vergangenheit.
Zerkarien sind etwa einen Millimeter große Larven, die in Naturgewässern vorkommen, in denen Wasservögel und Schnecken leben. Ihr eigentlicher Wirt sind unter anderem Enten, Tauchvögel und Gänse.
Gelangen die Larven versehentlich auf die menschliche Haut, können sie eine sogenannte Badedermatitis auslösen. Diese äußert sich durch Juckreiz und Quaddeln. Nach Angaben des Dresdner Gesundheitsamtes ist die Reaktion für Menschen jedoch unbedenklich. Die Beschwerden können mehrere Tage anhalten.