Dresden – Ein massiver Feuerwehreinsatz beschäftigte am späten Dienstagabend rund 40 Einsatzkräfte in der Dresdner Johannstadt. In einem Wohnhochhaus an der Florian-Geyer-Straße hatte gegen 22:28 Uhr die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst.
Rauchwarnmelder hatten eine starke Rauchentwicklung festgestellt und umgehend Alarm ausgelöst. Beim Eintreffen der ersten Kräfte war dichter Rauch bereits von außen sichtbar – viele Bewohner hatten das Gebäude bereits verlassen oder befanden sich auf dem Weg ins Freie.
Im rückwärtigen Bereich des Hochhauses schlugen offene Flammen und dichter Qualm aus einer geöffneten Kellertür. Sofort gingen Feuerwehrtrupps unter Atemschutz in den Keller vor und konnten eine dort in Vollbrand stehende Kellerbox mit einem Strahlrohr bekämpfen.
Da sich der Rauch über geöffnete Fenster bis in höhere Etagen ausbreitete, wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet: Während sich ein Abschnitt auf die Brandbekämpfung konzentrierte, übernahmen weitere Teams die Kontrolle der Treppenräume und unterstützten mit Hochleistungslüftern die Entrauchung.
Besonders kritisch: Der Brandrauch breitete sich über Verbindungsbauwerke bis ins benachbarte Gebäude aus. In einer Wohnung wurde dort eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration gemessen. Auch dort griff die Feuerwehr zu Lüftungsmaßnahmen.
Der Rettungsdienst untersuchte drei Personen vor Ort – gesundheitliche Auffälligkeiten wurden nicht festgestellt. Ein zusätzlicher Rettungswagen wurde vorsorglich nachalarmiert.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Im Einsatz waren 40 Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Albertstadt, Übigau, Striesen und Altstadt, die Rettungswache Johannstadt sowie die Führungsdienste A- und U-Dienst.