Dresden - Im Internationalen Congress Center Dresden findet am 14. und 15. September 2026 zum zweiten Mal die Konferenz „Brains on Silicon“ statt. Nach Angaben der Veranstalter werden mehr als 1.500 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erwartet.
Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Unternehmen und Fachleute, die Künstliche Intelligenz bereits praktisch einsetzen oder entsprechende Anwendungen in ihre Prozesse integrieren wollen. Das Leitthema lautet in diesem Jahr „Closing the implementation gap“, also das Schließen der Lücke zwischen technologischen Möglichkeiten und ihrer tatsächlichen Umsetzung.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungsfälle aus Unternehmen. Thematisiert werden unter anderem KI-Agenten, automatisierte Arbeitsprozesse, digitale Souveränität und die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI-Systemen.
Neben Vorträgen gehören Masterclasses, eine Ausstellung, eine Startup-Zone und verschiedene Networking-Formate zum Programm. Nach Angaben der Veranstalter treten mehr als 100 Sprecher auf.
Damit soll die Konferenz vor allem die Frage beantworten, wie Unternehmen KI-Technologien nicht nur testen, sondern dauerhaft in Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle integrieren können.
Zu den angekündigten Gästen gehört der KI-Forscher und Unternehmer Richard Socher. Ebenfalls erwartet werden Roman Howe von Anthropic, Thuy-Ngan Trinh von A11 und Sarah Kemether, die bei OpenAI mit Organisationen im deutschsprachigen Raum zum Einsatz generativer KI arbeitet.
Weitere angekündigte Sprecher sind unter anderem Tech-Analyst Philipp Klöckner, Philipp Depiereux, Dr. Hanna Huber und Elisabeth L’Orange von Deloitte.
Klöckner sieht vor allem die praktische Umsetzung als entscheidenden nächsten Schritt bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Unternehmen stünden inzwischen vor der Aufgabe, neue Technologien tatsächlich in ihren Arbeitsalltag und ihre Geschäftsmodelle zu übertragen.
Die Veranstalter setzen bei der Konferenz bewusst auf Dresden als Standort. Die Region verfügt mit dem Netzwerk Silicon Saxony über ein starkes Umfeld für Mikroelektronik, Software und sogenannte Smart Systems.
Frank Bösenberg, Geschäftsführer von Silicon Saxony, sieht in der Veranstaltung eine Möglichkeit zu zeigen, wie KI innerhalb dieses Technologie-Ökosystems praktisch eingesetzt wird – von der Hardware bis zur Anwendung in Unternehmen.
Veranstalter Stefan Queißer verweist ebenfalls auf die Verbindung zur sächsischen Technologiebranche. Die Konferenz solle die Innovations- und Netzwerkstrukturen der Region unterstützen.
Die „Brains on Silicon“ wurde 2025 erstmals in Dresden veranstaltet. Hinter der Konferenz stehen die Dresdner CONFGAMES GmbH und das KI Netzwerk Dresden.
Ziel der Veranstaltung ist es nach Angaben der Initiatoren, Unternehmen miteinander zu vernetzen und Wissen über die praktische Anwendung Künstlicher Intelligenz zu vermitteln.
Die diesjährige Ausgabe läuft am 14. und 15. September im Internationalen Congress Center Dresden.