Dresden - Zum Start der neuen Saison in der Dresdner Neustadt wird die Bedeutung des Projekts „Kiezlichter“ erneut hervorgehoben. Die Initiative, die früher unter dem Namen „Nachtschlichter“ bekannt war, soll dazu beitragen, Konflikte im öffentlichen Raum zu entschärfen und das Zusammenleben in einem der belebtesten Stadtteile Dresdens zu stabilisieren.
Nach Angaben der Beteiligten zeigt das Projekt bereits konkrete Wirkung. Insbesondere am sogenannten „Assi-Eck“ sei eine deutliche Entspannung der Situation zu beobachten. Die Kiezlichter setzen dabei auf Präsenz vor Ort, direkte Ansprache und deeskalierende Maßnahmen.
Sophie Koch betont die Rolle des Projekts für die Neustadt:
„Die Kiezlichter sind für die Neustadt enorm wichtig. Sie entschärfen Konflikte spürbar – das sieht man ganz konkret am Assi-Eck.“
Zugleich hebt sie die Bedeutung der zentralen Anlaufstelle am Martin-Luther-Platz hervor. Diese diene nicht nur als organisatorischer Ausgangspunkt, sondern auch als Schutz- und Rückzugsraum. Besonders Menschen, die von sexualisierter oder anderer Gewalt betroffen sind, könnten dort Unterstützung finden. Diese Form der sogenannten Awareness-Arbeit zeige Wirkung und müsse langfristig gesichert werden.
Auch Stadträtin Julia Hartl unterstreicht den präventiven Ansatz des Projekts:
„Die Kiezlichter sind kein ‚nice to have‘, sondern ein echter Gamechanger für die Neustadt.“
Sie verweist darauf, dass sich die Maßnahmen nicht nur auf einzelne Orte beschränken. Gemeinsam mit Polizei und Ordnungsamt seien die Kiezlichter inzwischen auch an weiteren bekannten Brennpunkten wie dem Albertplatz und der Alaunstraße präsent. Ziel sei es, durch sichtbare Präsenz und direkte Ansprache Konflikte frühzeitig zu entschärfen.
Das Projekt setzt damit auf einen präventiven Ansatz im öffentlichen Raum. Statt ausschließlich auf ordnungsrechtliche Maßnahmen zu setzen, sollen durch niedrigschwellige Angebote und persönliche Ansprache Spannungen reduziert und das Sicherheitsgefühl gestärkt werden.
Mit dem Saisonstart wird deutlich, dass die Kiezlichter weiterhin eine zentrale Rolle im Umgang mit Nutzungskonflikten in der Dresdner Neustadt spielen sollen.