Chemnitz - Auf der Bahnstrecke zwischen Burgstädt und Aue hat eine Citybahn am Abend gegen 18:44 Uhr eine Gefahrenbremsung einleiten müssen. Nach Angaben der Bundespolizei befanden sich drei Kinder im Bereich zwischen Dittersdorf und Burkhardtsdorf auf einer Bahnbrücke unmittelbar neben den Gleisen. Die Mädchen waren dort mit Inlinern unterwegs.
Die Triebfahrzeugführerin erkannte die Situation frühzeitig. Sie brachte die Bahn durch eine Gefahrenbremsung noch vor der Brücke zum Stehen. Zusätzlich gab sie ein Pfeifsignal ab. Dadurch konnten die Kinder zum Verlassen der Brücke bewegt werden.
Nach der Meldung durch die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG fuhr eine Streife des Bundespolizeireviers Chemnitz Hauptbahnhof mit Sonder- und Wegerechten zum Ereignisort. Gegen 19:11 Uhr trafen die Beamten dort die Triebfahrzeugführerin sowie drei Mädchen im Alter von elf Jahren an. Zwischenzeitlich waren auch die Erziehungsberechtigten der Kinder eingetroffen.
Die Triebfahrzeugführerin schilderte den Einsatzkräften, dass sie die Kinder auf der Brücke mit Inlineskates gesehen habe. Durch die eingeleitete Gefahrenbremsung und das Pfeifsignal sei es gelungen, die Bahn rechtzeitig zu stoppen und die Kinder zum Verlassen der Brücke zu bewegen.
Die Einsatzkräfte belehrten die Kinder und ihre Erziehungsberechtigten vor Ort. Dabei warnten sie eindringlich vor den Gefahren im Gleisbereich. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Beteiligten entlassen.
Gegen 19:25 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben. Die Citybahn konnte ihre Fahrt anschließend fortsetzen.
Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass der Aufenthalt im Gleisbereich leichtsinnig und lebensgefährlich ist. Moderne Züge seien oft erst zu hören, wenn es bereits zu spät sein könne. Zudem könnten Züge nicht ausweichen.