Dresden - Mit Theatervorstellungen in Bibliotheken will der sächsische Bibliotheksverband Kinder und Jugendliche stärker für Bücher begeistern. Im Mittelpunkt steht das Leseförderprojekt „Kilian/Julian“, kurz für „Kinder/Jugendliteratur anders“. Es startet am 8. Juni in eine neue Runde und läuft bis Anfang Oktober.
Das Projekt richtet sich vor allem an Bibliotheken im ländlichen Raum. Künstlerinnen und Künstler bringen dabei Geschichten aus altersgerechten Büchern live auf die Bühne. Zum Einsatz kommen unter anderem Theater, Puppenspiel und Musik. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen einen lebendigen Zugang zu Literatur zu ermöglichen.
Angesprochen werden Kinder und Jugendliche aus Kitas, Grundschulen, Förderschulen sowie weiterführenden Schulen. Insgesamt sind in diesem Jahr 84 Vorstellungen geplant, wie das sächsische Kultusministerium in Dresden mitteilt.
In den vergangenen Jahren wurden im Rahmen des Projekts unter anderem Klassiker wie „Max und Moritz“ und Märchen nach den Brüdern Grimm aufgeführt. Auch neuere Stoffe wie „Das Müll-Monster“ oder „Das Rap-Huhn“ waren Teil des Programms.
Gefördert wird das Projekt mit 70.000 Euro. Die teilnehmenden Bildungseinrichtungen erhalten am Ende das jeweils vorgestellte Buch als Geschenk. Damit soll die Beschäftigung mit den Geschichten auch nach der Vorstellung weitergehen.