Mi., 18.06.2025 , 09:12 Uhr

Ver.di und Erzieher fordern sofortige Maßnahmen für bessere Kita-Bedingungen

Kita-Krise in Sachsen: Kundgebung in Leipzig fordert Moratorium

Am 19. Juni 2025 ruft ver.di zur Kundgebung in Leipzig. Mit einer Krisenbuch-Lesung soll auf die prekäre Lage in Sachsens Kitas aufmerksam gemacht werden.

Leipzig – Am Donnerstag, den 19. Juni 2025, ruft der Aktivenkreis Sozial und Erziehungsdienst im ver.di-Bezirk Leipzig – Nordsachsen zu einer wichtigen Kundgebung in Leipzig auf. Unter dem Motto "Der Schlüssel passt nicht – Kita-Moratorium jetzt!" versammeln sich um 18:00 Uhr am Naschmarkt Erzieherinnen, Eltern, Unterstützerinnen und Vertreter der Gewerkschaft ver.di, um auf die dramatische Situation in Sachsens Kitas aufmerksam zu machen.

Das Ziel der Aktion ist es, mit Redebeiträgen und der öffentlichen Lesung aus dem „Kita Krisenbuch“ den Druck auf die Politik zu erhöhen. In den vorgetragenen Texten werden die täglichen Herausforderungen und das Ausmaß der Krise in den Kitas thematisiert. Für die Initiatoren ist klar: Sachsens Kitas befinden sich in einer tiefen Notlage. Der Gewerkschaftssekretär Christian Keil betont: „Es kann nicht sein, dass es jetzt in Sachsen zu Kita-Schließungen und Personalabbau kommt, anstatt endlich mit dem vorhandenen Fachpersonal für eine adäquate Kinderbetreuung und bessere Rahmenbedingungen der Beschäftigten zu sorgen.“

Die Forderungen sind eindeutig: Ein Moratorium und ein Stufenplan zur Verbesserung des Personalschlüssels müssen sofort umgesetzt werden, um die Qualität der frühkindlichen Bildung und Betreuung zu sichern. Auch David Roumiantsev, ein Leipziger Erzieher, erklärt: „Wir haben weder genug Zeit noch Personal, um den Kindern gerecht zu werden. Daher brauchen wir das Moratorium jetzt, um die Krise abzuwenden.“

Die Kundgebung richtet sich an Abgeordnete des Sächsischen Landtags aller demokratischen Fraktionen, die ebenfalls zur Teilnahme eingeladen sind. Es wird erwartet, dass diese Aktion nicht nur die Aufmerksamkeit auf die gravierenden Missstände in der Kinderbetreuung lenkt, sondern auch konkrete politische Maßnahmen nach sich zieht.