Dresden - Im Dresdner Zoo gibt es neue tierische Bewohner: Zwei Kleine Pandas sind in der vergangenen Woche in ihr neues Gehege eingezogen. Wie der Zoo mitteilte, sollen die Tiere künftig nicht nur Besucher begeistern, sondern auch zur Arterhaltung beitragen.
Bei den Neuzugängen handelt es sich um das fast fünfjährige Weibchen Jackie und das knapp einjährige Männchen Shan. Jackie stammt aus Gossau in der Schweiz, während Shan aus dem Zoo im slowakischen Košice nach Sachsen kam. Für Shan ist Jackie der erste Partner.
Nach Angaben des Zoos zeigen sich beide Tiere bislang neugierig und erkunden gemeinsam ihr neues Umfeld. Jackie gilt als umgänglich, reagiert in ungewohnten Situationen jedoch zunächst vorsichtig. Shan wird als aktiv, zutraulich und verspielt beschrieben.
Auch optisch lassen sich die beiden unterscheiden: Jackie hat ein etwas dunkleres Fell, während Shan eine hellere Gesichtsfärbung aufweist.
Kleine Pandas, auch als Rote Pandas oder Katzenbären bekannt, gehören zu den stark bedrohten Tierarten. Trotz ihres Namens sind sie nicht näher mit dem Großen Panda verwandt. Die Zusammenführung von Jackie und Shan erfolgte im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Ziel dieses Programms ist es, die genetische Vielfalt der Art zu sichern und langfristig zu ihrem Erhalt beizutragen.
Der Zoo Dresden setzt große Hoffnungen in das neue Paar und möglichen Nachwuchs. Um optimale Bedingungen zu schaffen, wurde das Gehege entsprechend gestaltet. Es bietet zahlreiche Klettermöglichkeiten sowie eine naturnahe Bepflanzung. Zusätzlich stehen moderne Wurfkisten mit Kameratechnik zur Verfügung, um eine mögliche Aufzucht von Jungtieren bestmöglich zu begleiten.
Auch bei der Ernährung scheint die Eingewöhnung gut zu verlaufen: Zu den bevorzugten Nahrungsmitteln der Tiere zählen derzeit frische Bambusblätter, Apfel, Birne und Süßkartoffel.
Nach Angaben des Zoos verläuft die Eingewöhnungsphase bislang ruhig und harmonisch.