Do., 14.05.2026 , 19:35 Uhr

Krankenhäuser warnen vor Millionenverlusten und drastischen Folgen

Kliniken schlagen Alarm wegen geplanter Gesundheitsreform

Die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung sorgt in Sachsens Kliniken für große Sorgen. Mehrere Krankenhausbetreiber warnen vor hohen Verlusten und drastischen Auswirkungen auf die medizinische Versorgung.

Sachsen. Die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung stößt in Sachsens Krankenhäusern auf massive Kritik. Klinikleitungen warnen vor hohen finanziellen Belastungen und sehen die Versorgung langfristig gefährdet.

Mit der Reform will die Bundesregierung die gesetzlichen Krankenkassen ab 2027 um rund 16,3 Milliarden Euro entlasten. Geplant sind unter anderem Ausgabenbremsen bei Kliniken, Arztpraxen und in der Pharmabranche.

Besonders kritisch sehen sächsische Krankenhäuser die möglichen Folgen der Einsparungen. Martin Jonas, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz, erklärte laut Medienbericht, den Kliniken fehle durch die schnelle Umsetzung nahezu jede Möglichkeit zu reagieren. Nach ersten Berechnungen könnten dem Klinikum Chemnitz dadurch zusätzlich rund 12 Millionen Euro fehlen. Insgesamt drohe 2027 ein Verlust von etwa 20 Millionen Euro.

Auch die Elblandkliniken mit Standorten in Riesa, Radebeul, Meißen und Großenhain schlagen Alarm. Vorstand Rainer Zugehör bezeichnete die geplanten Maßnahmen als „Katastrophe“. Die finanziellen Belastungen seien langfristig kaum aufzufangen.

Sorge gibt es außerdem beim Klinikum St. Georg in Leipzig. Dort spricht die Geschäftsführung laut Bericht von einer „Vollbremsung“ durch die neuen gesetzlichen Vorgaben.