Dresden - Auf dem Gelände der Medizinischen Berufsfachschule des Städtischen Klinikums Dresden ist am Freitag der Grundstein für einen Erweiterungsbau gelegt worden. Mit dem Projekt sollen neue Unterrichts- und Simulationsräume entstehen. Gleichzeitig soll die Zahl der Ausbildungsplätze um 144 erhöht werden.
Für den zweigeschossigen Neubau investiert das Städtische Klinikum Dresden insgesamt rund 5,93 Millionen Euro. Davon stellt der Freistaat Sachsen rund 4,6 Millionen Euro bereit.
Der Erweiterungsbau soll moderne Klassenräume sowie Simulationsräume für die praktische Ausbildung bieten. Damit sollen Auszubildende Unterrichtsinhalte stärker mit praktischen Übungen verbinden können.
Die Bauarbeiten laufen bereits. Der Rohbau wurde nach Angaben des Klinikums im Juni 2026 begonnen. Die Grundsteinlegung markiert damit einen weiteren Schritt bei der Umsetzung des Projekts.
An der Zeremonie beteiligten sich unter anderem Staatssekretärin Dagmar Neukirch, Dresdens Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann, Vertreter des Klinikums und Auszubildende. Gemeinsam wurde eine Zeitkapsel versenkt.
Die Medizinische Berufsfachschule des Städtischen Klinikums gehört nach Angaben des Klinikums zu den größeren Ausbildungseinrichtungen für Gesundheitsfachberufe in Sachsen. Derzeit werden dort rund 670 Fachkräfte in unterschiedlichen Gesundheitsfachberufen ausgebildet.
Mit den zusätzlichen 144 Ausbildungsplätzen soll die Kapazität der Schule weiter wachsen. Hintergrund ist auch die Sicherung von Fachkräften für das Klinikum und die Gesundheitsversorgung in Dresden und der Region.
Schulleiterin Astrid Fuhrmann sieht in den zusätzlichen Räumen vor allem bessere Möglichkeiten für die Ausbildung. Moderne Unterrichtsräume und Simulationsflächen sollen dazu beitragen, theoretisches Wissen unmittelbar praktisch anzuwenden.
Die Finanzierung des Erweiterungsbaus wurde bereits im November 2025 auf den Weg gebracht. Damals hatte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping den Förderbescheid übergeben.
Staatssekretärin Dagmar Neukirch erklärte bei der Grundsteinlegung, mit der Förderung würden sowohl bessere Ausbildungsbedingungen als auch zusätzliche Perspektiven für junge Menschen geschaffen.
Auch Dresdens Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann betonte die Bedeutung guter Ausbildungsbedingungen für die langfristige Sicherung der medizinischen und pflegerischen Versorgung.
Nach Angaben des Städtischen Klinikums ist der Erweiterungsbau Teil eines größeren Transformationsprozesses. Dabei investiert das Klinikum unter anderem in Infrastruktur und Fachkräftesicherung.
Pflegedirektorin Petra Vitzthum verwies darauf, dass durch den Neubau mehr Platz für Auszubildende und praktische Übungen entstehen soll. Ziel sei es, die Qualität der Ausbildung weiterzuentwickeln und zusätzliche Fachkräfte für die Gesundheitsversorgung auszubilden.
Das Städtische Klinikum Dresden beschäftigt nach eigenen Angaben rund 4.000 Mitarbeiter. Jährlich werden etwa 60.000 Patienten stationär und 129.000 ambulant behandelt.