Sachsens Sozialministerin Petra Köpping fordert, die gesetzlichen Vorgaben für Pfändungsschutzkonten konsequenter umzusetzen. Menschen in finanziellen Notlagen müssten weiterhin auf das Geld zugreifen können, das sie für Miete, Strom, Lebensmittel oder Medikamente benötigen. Fehler bei der Anwendung der Schutzvorschriften könnten die Existenz der Betroffenen unmittelbar gefährden, erklärte die SPD-Politikerin.
Nach Angaben der Ministerin kommt es trotz klarer Regelungen weiterhin zu Schwierigkeiten bei der Umwandlung gewöhnlicher Girokonten in sogenannte P-Konten. Auf diesen Konten bleibt ein festgelegter monatlicher Betrag vor einer Pfändung geschützt. Köpping fordert deshalb bundesweit einheitliche Standards für Banken. Zudem müssten Bankmitarbeiter besser zur geltenden Rechtslage geschult werden. Bei Verstößen gegen die gesetzlichen Schutzvorschriften seien wirksame Sanktionen notwendig.