Sa., 12.09.2026 , 18:03 Uhr

Leipzig

Kraftklub sorgt für lange Schlangen in Leipzig

Kraftklub verkauft in Leipzig vorab Konzerttickets. Auf der Festwiese warten Fans lange und können anschließend die Band persönlich treffen.

Kraftklub ganz nah: Fans warten stundenlang in Leipzig
Mehr als tausend Menschen sind am Samstag zur Leipziger Festwiese gekommen, um sich vorab Tickets für das Kraftklub-Konzert im kommenden Jahr zu sichern. Schon vor dem offiziell angekündigten Verkaufsstart um 14 Uhr bildeten sich lange Schlangen. Einige Fans berichteten, dass der Verkauf bereits gegen 13.30 Uhr begonnen habe. Pro Person konnten maximal vier Tickets gekauft werden. Zwei Schlangen für Ticket und Band Kraftklub selbst saß dabei nicht an der Konzertkasse. Mitarbeiter übernahmen den Verkauf. Wer anschließend noch ein Foto, ein Autogramm oder ein kurzes Gespräch mit der Band wollte, musste sich ein zweites Mal anstellen. Für viele Fans war genau das offenbar der besondere Reiz der Aktion. Ronja wartete nach eigenen Angaben etwa eine bis anderthalb Stunden auf ihr Ticket. Die Zeit nahm sie trotzdem gern in Kauf. Den Vor-Ort-Verkauf empfand sie sogar als entspannter als einen Onlinekauf. Auch Leonie und Lucie reizte vor allem die Nähe zur Band. „Es ist schon sehr cool, einfach mal so nah da zu sein“, erzählen sie. Man komme schließlich nur selten so dicht an die Musiker heran. Aus dem Vorverkauf wird ein Fantreffen Ähnlich erlebt Mario die Aktion. Dass eine Band bei einem Ticketverkauf tatsächlich vor Ort ist und Fans die Möglichkeit haben, mit den Musikern zu sprechen, habe er in dieser Form bislang nicht erlebt. Damit wurde aus dem eigentlichen Ticketkauf zugleich ein kleines Fantreffen. Wer wollte, konnte nach dem Kauf weiter warten, um Kraftklub persönlich zu begegnen. Das eigentliche Konzert liegt noch einige Monate entfernt. Am 3. Juli 2027 spielt Kraftklub mit der „Das war ja keine Phase“-Tour auf der Leipziger Festwiese. Der reguläre Vorverkauf startet erst danach. Die Aktion in Leipzig war damit ein Vorabverkauf. Auch in München, Köln und Hamburg sind entsprechende Vorabaktionen geplant. Nicht schneller, aber persönlicher Schneller als ein digitaler Ticketkauf war die Aktion auf der Festwiese nicht unbedingt. Viele Fans mussten lange warten und für das Treffen mit der Band sogar ein zweites Mal Schlange stehen. Für die Befragten scheint genau darin aber auch der Unterschied zum klassischen Online-Vorverkauf zu liegen. Es geht nicht nur darum, möglichst schnell ein Ticket zu bekommen, sondern um die Atmosphäre vor Ort und den persönlichen Kontakt zur Band. Moritz und Karl freuen sich beim Konzert vor allem auf „die Stimmung, auf das Feeling, die Band, wie alle abgehen“. Das Ticket gibt es später auch online. Den persönlichen Fanmoment mit Kraftklub gab es an diesem Samstag aber nur auf der Leipziger Festwiese.

Wer Konzerttickets kaufen möchte, landet normalerweise im Onlineshop. Bei Kraftklub lief das am Samstag in Leipzig anders. Auf der Festwiese konnten Fans bereits vor dem regulären Vorverkaufsstart Tickets für das Konzert der Chemnitzer Band im kommenden Jahr kaufen. Viele nahmen dafür lange Wartezeiten in Kauf.

Schon vor dem offiziell für 14 Uhr angekündigten Beginn bildete sich eine Schlange. Einige Fans vor Ort berichteten, dass der Verkauf bereits gegen 13.30 Uhr begonnen habe. Pro Person konnten maximal vier Tickets gekauft werden.

Zwei Schlangen für Ticket und Band

Kraftklub selbst saß dabei nicht an der Konzertkasse. Mitarbeiter übernahmen den Ticketverkauf. Wer anschließend noch ein Foto, ein Autogramm oder ein kurzes Gespräch mit der Band wollte, musste sich erneut anstellen.

Genau diese Möglichkeit war für viele Fans offenbar ein entscheidender Teil der Aktion. Ronja wartete nach eigenen Angaben etwa eine bis anderthalb Stunden auf ihr Ticket. Die Zeit nahm sie dennoch gern in Kauf.

„Das Wetter ist schön, wir sind draußen“, sagt sie. Den Vor-Ort-Verkauf empfinde sie sogar als entspannter als einen Onlinekauf. Auch digitale Vorverkäufe könnten schließlich stressig sein.

Damit wurde das Warten selbst zu einem Teil des Nachmittags. Statt allein vor dem Bildschirm auf einen Platz im virtuellen Warteraum zu hoffen, standen die Besucher gemeinsam auf der Festwiese.

Kraftklub nimmt sich Zeit für Fans

Leonie und Lucie reizte vor allem die Nähe zur Band. „Es ist schon sehr cool, einfach mal so nah da zu sein“, sagen sie. Man komme schließlich selten so dicht an die Musiker heran.

Ähnlich erlebt Mario die Aktion. Dass eine Band bei einem Ticketverkauf tatsächlich vor Ort ist und Fans die Möglichkeit haben, mit den Musikern zu sprechen, habe er in dieser Form bislang nicht erlebt.

Die zusätzliche Nähe kostet allerdings Zeit. Wer nach dem Ticketkauf auch Kraftklub treffen wollte, musste sich ein zweites Mal anstellen. Ein schnellerer Weg zum Konzertticket war die Aktion also nicht.

Konzert auf der Festwiese im Juli 2027

Das eigentliche Konzert liegt noch einige Monate entfernt. Kraftklub spielt am 3. Juli 2027 mit der „Das war ja keine Phase“-Tour auf der Leipziger Festwiese. Der reguläre Vorverkauf startet am Mittwoch. Vorab hatte die Band angekündigt, für ausgewählte Shows Tickets persönlich an Fans übergeben zu wollen. Nach Leipzig sind ähnliche Aktionen auch in München, Köln und Hamburg geplant.

Die Leipziger Aktion hatte Kraftklub über die eigenen Social-Media-Kanäle bekannt gemacht. Auch unter den Befragten spielten Plattformen wie Instagram oder TikTok bei der Information über den Termin eine Rolle.

Nicht schneller, aber persönlicher

Dass Fans für ein Konzert, das erst im kommenden Jahr stattfindet, schon jetzt lange anstehen, zeigt zugleich, welchen Stellenwert der persönliche Kontakt für einige von ihnen hat.

Moritz und Karl geht es dabei weniger um den eigentlichen Kaufvorgang. Sie freuen sich vor allem auf „die Stimmung, auf das Feeling, die Band, wie alle abgehen“.

Damit unterscheidet sich der Verkauf auf der Festwiese deutlich vom üblichen digitalen Vorverkauf. Er ist nicht automatisch schneller und verlangt von den Fans Geduld. Dafür entsteht aus einem ansonsten weitgehend technischen Kaufvorgang ein gemeinsames Erlebnis.

Mario bringt seine Bilanz kurz auf den Punkt: „Ist eine schöne Aktion. Also kann man öfter machen.“