Dresden - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wird in der kommenden Woche von Papst Leo XIV. zu einer Privataudienz im Vatikan empfangen. Das Treffen ist für Mittwochvormittag, 23. September 2026, im Apostolischen Palast vorgesehen. Das teilte die deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl mit.
Für Kretschmer ist es bereits die zweite persönliche Audienz bei einem Papst. Der sächsische Ministerpräsident gehört der evangelischen Kirche an.
Welche Themen Kretschmer und Papst Leo XIV. bei ihrem Gespräch behandeln wollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt.
Nach der Begegnung mit Papst Leo XIV. steht für Kretschmer ein weiteres Gespräch im Vatikan auf dem Programm. Der Ministerpräsident soll mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zusammentreffen.
Parolin ist Kardinalstaatssekretär des Heiligen Stuhls und nimmt damit eine zentrale Position innerhalb der vatikanischen Leitung ein.
Der Besuch fällt auf einen Mittwoch, an dem Papst Leo XIV. nach dem veröffentlichten Septemberprogramm des Vatikans außerdem seine Generalaudienz abhält. Für den 23. September ist diese um 10 Uhr im Petersdom vorgesehen.
Kretschmer war bereits 2022 zu einer Privataudienz im Vatikan. Damals wurde der sächsische Ministerpräsident von Papst Franziskus empfangen.
Bei diesem Gespräch standen mehrere internationale und kirchliche Themen im Mittelpunkt. Dazu gehörten der Krieg in der Ukraine, der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland, der Umgang mit sexuellem Missbrauch sowie der Kampf gegen den Klimawandel.
Mit dem bevorstehenden Besuch trifft Kretschmer nun erstmals persönlich auf Papst Leo XIV. Dieser steht seit dem Ende des Pontifikats von Franziskus an der Spitze der katholischen Kirche und nimmt regelmäßig Staats- und Regierungsvertreter sowie kirchliche Delegationen zu Audienzen im Vatikan in Empfang.
Welche konkreten politischen, gesellschaftlichen oder kirchlichen Fragen bei der Privataudienz mit Kretschmer im Mittelpunkt stehen werden, ist vor dem Treffen nicht bekannt.