So., 12.05.2024 , 12:16 Uhr

Sachsen: Kritik an OP-Häufigkeit

Kritik an OP-Häufigkeit in Deutschland

Sachsen - Auf der internationalen Leitmesse OTWorld in Leipzig, die vom 14. bis 17. Mai stattfindet, diskutiert die Orthopädie-Technik-Branche über das Gesundheitssystem in Deutschland.

Laut Alf Reuter, Präsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik, wird in Deutschland zu oft operiert, bevor andere Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Reuter kritisiert, dass das seit 2003 geltende Vergütungssystem, das auf Fallpauschalen basiert, die Anzahl der Operationen unnötig erhöht hat. Dies hat laut Reuter dazu geführt, dass Kliniken finanziell davon profitieren, möglichst viele Operationen durchzuführen. 

Er fordert eine stärkere Betonung konservativer Therapien im Gesundheitswesen, um die Abhängigkeit von operativen Eingriffen zu reduzieren. Über 550 Aussteller aus aller Welt nehmen an der OTWorld teil, was die internationale Bedeutung der Messe unterstreicht.