Mo., 25.08.2025 , 08:53 Uhr

Mehr Geld und flexible Einsätze sollen Unterrichtsausfall verringern

Kultusminister lockt Lehrer mit Zuschlägen

Sachsens Kultusminister Conrad Clemens will Unterrichtsausfall mindern – mit höheren Zulagen, mehr Geld für Mehrarbeit und flexibleren Lehrereinsätzen.

Dresden/Chemnitz – Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) kündigt ein Maßnahmenpaket an, um den Unterrichtsausfall an Schulen im Freistaat zu reduzieren. „Ich gehe davon aus, dass die Unterrichtsversorgung bereits in diesem Schuljahr spürbar besser wird“, sagte Clemens der Freien Presse.

Ein zentraler Punkt ist die bessere Vergütung von Mehrarbeitsstunden, den sogenannten MAU-Stunden. Ab dem 1. September erhalten Lehrkräfte dafür einen deutlichen Zuschlag. Laut Clemens wird der Freistaat den Schulen in diesem Jahr nahezu doppelt so viel Geld für diese Vergütung bereitstellen wie bisher geplant.

Darüber hinaus setzt das Ministerium auf flexiblere Personaleinsätze. So sollen Lehrerinnen und Lehrer verstärkt aus anderen Schularten an Oberschulen abgeordnet werden, um Engpässe abzufangen. Clemens betonte dabei die gegenseitige Unterstützung innerhalb der Schullandschaft: „Ich bin allen Lehrkräften dankbar, die per Abordnung an eine neue Schule gehen. Zu jeder Schule, die traurig ist, dass eine Lehrkraft für eine gewisse Zeit abgeordnet wird, kommt eine Schule, die sich freut, dass eine Lehrkraft kommt.“

Mit diesen Maßnahmen will das Kultusministerium kurzfristig Verbesserungen erzielen und den Druck an den Schulen verringern. Ob die Schritte ausreichen, um die Probleme langfristig zu lösen, bleibt jedoch abzuwarten.