Mi., 09.11.2022 , 12:47 Uhr

Gedenktag am 9. November

Landtagspräsident: Entschlossen autoritären Bestrebungen entgegentreten

Sachsen - Der sächsische Landtagspräsident hat anlässlich des 9. November dazu aufgerufen, autoritären Bestrebungen entschlossen entgegenzutreten.

Matthias Rößler forderte, dass Rechtsstaat und Parlamentarismus geschützt werden müsse. Wie Rößler am Mittwoch bei der Landtagssitzung in Dresden sagte, müsse der 9. November ein Gedenktag sein, der das politische Handeln auch zukünftig bestimme.

"Die Geschichte des 9. November zeigt uns deutlich, in welches Verderben eine totalitäre Herrschaft führt. Sie beweist aber auch, dass ein Volk stark genug sein kann, eine Diktatur zu stürzen", sagte er mit Blick auf den Mauerfall 1989. Der Tag fordere von den Deutschen einen Moment des Innehaltens und Gedenkens.

"Der 9. November vereint in sich Licht und Schatten. Er besitzt die schwere Hypothek der Pogromnacht des Jahres 1938, des nationalsozialistischen Mordwütens gegen die Juden und markiert damit den Beginn des Holocaust mit dem wahnhaften Ziel ihrer Vernichtung", betonte Rößler. "Allein deswegen wird dieser Tag immer ein schwarzer Tag sein." Zugleich stehe dieser Tag für die Genese der parlamentarischen Demokratie. (mit dpa)