Mi., 29.04.2026 , 14:56 Uhr

Urteil im Prozess um getöteten Dresdner Polizisten für 6. Mai erwartet

Lebenslang nach Tod von Dresdner Polizist gefordert

Im Prozess um einen getöteten Dresdner Polizisten fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft. Die Verteidigung beantragt eine deutlich geringere Strafe.

Cottbus/Dresden - Im Prozess um einen bei einer Verfolgungsjagd getöteten Dresdner Polizisten hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert. Dem jungen Mann mit polnischer Staatsbürgerschaft wird Mord vorgeworfen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte in der Absicht gehandelt haben, seine Beteiligung am Diebstahl mehrerer Autos zu verdecken. Die Tat ereignete sich im Januar 2025 in Südbrandenburg.

Verteidigung beantragt geringere Strafe

Die Verteidigung des Angeklagten stellte einen deutlich anderen Antrag. Sie beantragte eine Verurteilung wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge. Die Gesamtfreiheitsstrafe solle demnach nicht mehr als acht Jahre und sechs Monate betragen.

Diese Gesamtstrafe würde sich laut Verteidigung aus vorangegangenen Haftstrafen wegen des Autodiebstahls und der Strafe für den Tod des Polizisten zusammensetzen. Für die Tat in Lauchhammer forderte die Verteidigung eine Teilstrafe von sechs Jahren.

Polizist wurde bei Verfolgungsjagd getötet

Der Angeklagte soll im Januar 2025 bei einer Verfolgungsjagd in Südbrandenburg einen 32 Jahre alten Polizisten mit seinem Wagen erfasst und getötet haben. Der Beamte war zu diesem Zeitpunkt dabei, aus einem Auto auszusteigen.

Der getötete Polizist kam aus Dresden. Der Fall hatte bundesweit Anteilnahme ausgelöst.

Urteil für kommenden Mittwoch erwartet

Das Urteil in dem Verfahren soll voraussichtlich am Mittwoch, dem 6. Mai, gesprochen werden. Bis dahin bleibt offen, ob das Gericht der Argumentation der Staatsanwaltschaft oder der Verteidigung folgt.