Leipzig - Leipzig dürfte in den kommenden Jahren weiter wachsen. Das geht aus der jüngsten Bevölkerungsvorausberechnung der Stadt hervor. Allerdings soll sich das Wachstum gegenüber den besonders dynamischen Jahren zwischen 2010 und 2020 abschwächen.
Die Prognose ist für die Stadtplanung von großer Bedeutung. Sie soll unter anderem als Grundlage für Entscheidungen zu Verkehr, Energie- und Wasserversorgung, sozialem Wohnungsbau sowie Schulen und Kitas dienen.
Für die Vorausberechnung wurden drei unterschiedliche Annahmen betrachtet. Im dynamischsten Szenario könnte Leipzig im Jahr 2045 die Marke von 700.000 Einwohnern überschreiten. Das würde einem Zuwachs von rund elf Prozent entsprechen.
Ein weiteres Szenario geht von einem Bevölkerungsplus von sieben Prozent aus. Demnach könnte Leipzig bis 2045 auf rund 677.700 Einwohner wachsen.
Die Stadt rechnet damit, dass sich der Bevölkerungsanstieg grundsätzlich fortsetzt. Gleichzeitig soll das Wachstum schwächer ausfallen als in den besonders starken Jahren von 2010 bis 2020.
Im vergangenen Jahr lebten laut Statistik 633.592 Menschen in Leipzig. Damit bleibt die Messestadt die größte Stadt Sachsens.
Dresden lag mit 571.510 Einwohnern dahinter. Leipzig hat damit weiterhin einen deutlichen Vorsprung vor der Landeshauptstadt.
Die weitere Bevölkerungsentwicklung dürfte Auswirkungen auf zahlreiche Bereiche haben. Steigt die Einwohnerzahl weiter, müssen unter anderem Wohnraum, Infrastruktur sowie Bildungs- und Betreuungsangebote entsprechend geplant werden.
Auch die Versorgung mit Energie und Wasser sowie die Entwicklung des Verkehrs gehören zu den Bereichen, für die die Prognose als Planungsgrundlage dienen soll.
Wie viele Menschen 2045 tatsächlich in Leipzig leben werden, hängt von der weiteren Entwicklung ab. Die Stadt arbeitet deshalb mit mehreren Szenarien statt mit einer einzelnen festen Vorhersage.