Leipzig - Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt will die Stadt die Sicherheitsvorkehrungen im Zentrum überprüfen. Das sagte Stadt-Sprecher Matthias Hasberg der Deutschen Presse-Agentur. Demnach soll insbesondere die Zufahrtsstelle geprüft werden, an der die Fahrt durch eine belebte Einkaufsmeile begonnen hatte.
Nach Angaben der dpa konnte der 33 Jahre alte Tatverdächtige offenbar weitgehend ungehindert über den Augustusplatz in die Fußgängerzone einfahren. Am östlichen Eingang der Grimmaischen Straße gibt es demnach keine Poller. Am westlichen Ende der stark frequentierten Fußgängerzone wurde das Fahrzeug durch Poller gestoppt.
Die Stadt will nun die Sicherheitsvorkehrungen an der Einfahrtsstelle prüfen und das gesamte Sicherheitskonzept Innenstadt noch einmal auf den Prüfstand stellen. Ob daraus konkrete bauliche oder organisatorische Maßnahmen folgen, ist bislang offen.
Sachsens Opferbeauftragte Iris Kloppich hat den Betroffenen der Amokfahrt Unterstützung angeboten. In einer Mitteilung erklärte sie, die Nachrichten aus Leipzig hätten sie zutiefst erschüttert. Ihre Gedanken seien bei den Angehörigen der Getöteten und den vielen Verletzten.
Zugleich dankte Kloppich der Polizei, dem Rettungsdienst sowie den vielen Ersthelfern. Sie ist Anlaufstelle für Opfer und Betroffene schwerer Gewalttaten in Sachsen und versteht sich als Lotsin zu geeigneten Unterstützungsangeboten.
Betroffene können sich unter der Telefonnummer 0351/56455099 oder per E-Mail an opferbeauftragte@sms.sachsen.de an die Opferbeauftragte wenden.
Bei der Amokfahrt in Leipzig wurden zwei Menschen getötet, viele weitere wurden verletzt. Der Tatverdächtige ist ein 33-jähriger Deutscher aus Leipzig. Weitere Angaben zu den Hintergründen der Tat oder zu möglichen neuen Sicherheitsmaßnahmen liegen in den vorliegenden Meldungen nicht vor.