Lang gewachsene Verbindung zwischen Leipzig und Armenien
Leipzig und Jerewan verbindet mehr als ein politischer Beschluss. Zwischen beiden Städten bestehen seit Jahren kulturelle, wissenschaftliche und gesellschaftliche Beziehungen, die durch persönliche Kontakte, institutionelle Kooperationen und zivilgesellschaftliches Engagement stetig gewachsen sind.
Bereits am 31. März 2025 hatten Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und Jerewans Bürgermeister Tigran Avinyan ein Abkommen zum Kulturjahr Leipzig–Jerewan 2025/2026 unterzeichnet. In dessen Rahmen sind zahlreiche neue Kooperationen zwischen Museen, Theatern sowie Musik- und Literaturinstitutionen entstanden.
Armenische Kulturgemeinde prägt den Austausch
Eine besondere Rolle spielt die Armenische Kulturgemeinde Leipzig e.V. Der Verein ist seit 2018 aktiv und gestaltet die Verbindung zwischen Leipzig und Armenien mit großem ehrenamtlichem Engagement mit. Dazu gehören Veranstaltungen, Begegnungsformate und Bürgerreisen nach Jerewan, die den Austausch zwischen beiden Städten auch auf persönlicher Ebene stärken.
Seit 2021 begleitet zudem das Honorarkonsulat Armeniens in Sachsen die Annäherung beider Städte. Es unterstützt Projekte, Begegnungen und Kooperationen zwischen Leipzig und Jerewan und trägt damit zur Verstetigung der Partnerschaft bei.
Städtepartnerschaften als Zeichen internationaler Verständigung
Oberbürgermeister Burkhard Jung betonte in der Stadtratssitzung die wachsende Bedeutung kommunaler Partnerschaften. Gerade in einer Zeit internationaler Spannungen könnten Städtepartnerschaften einen wichtigen Beitrag zu Verständigung, Stabilität und zivilgesellschaftlichem Austausch leisten.
Mit der Entscheidung des Stadtrates wird aus einer bereits gelebten Verbindung nun eine offizielle Partnerschaft. Die Unterzeichnung des Vertrages am 6. Oktober 2026 in Jerewan soll diesen Schritt formell besiegeln.