Di., 26.08.2025 , 11:04 Uhr

Fraktion Die Linke beantragt Fortführung für Dresden ab 2026.

Linke fordert Verlängerung der Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse in Dresden läuft Ende 2025 aus. Die Linke fordert nun ihre Verlängerung – angesichts steigender Einwohnerzahlen, sinkendem Leerstand und höheren Mieten.

Dresden - Die Mietpreisbremse für Dresden läuft zum 31. Dezember 2025 aus. Bisher gibt es keine Entscheidung über eine Verlängerung. Angesichts steigender Mieten und knapper Wohnungen hat die Fraktion Die Linke im Stadtrat nun einen Antrag eingereicht, um das Instrument auch über 2025 hinaus fortzuführen.

Der Antrag sieht vor, dass sich der Stadtrat klar für eine Verlängerung der Mietpreisbremse ausspricht und den Oberbürgermeister beauftragt, sich bei der Sächsischen Staatsregierung dafür einzusetzen.

Zur Begründung verweist Die Linke auf die angespannte Lage auf dem Dresdner Wohnungsmarkt. Die Bevölkerung wuchs von 512.702 Menschen im Jahr 2010 auf 573.648 im Jahr 2024. Nach Prognosen wird Dresden bis 2040 auf über 603.000 Einwohnerinnen und Einwohner anwachsen. Gleichzeitig ist der Leerstand in den letzten Jahren stark zurückgegangen – von 9,6 Prozent im Jahr 2005 auf nur noch 2,5 Prozent im Jahr 2024.

Auch die Stadtverwaltung selbst spricht inzwischen von einer Verschärfung der Lage: Eine geringere Neubautätigkeit und steigende Angebotsmieten deuten auf eine wachsende Versorgungslücke hin. Daher sei es notwendig, alle wohnungspolitischen Instrumente zu nutzen.

Linke-Fraktionsvorsitzender André Schollbach betont: „Bezahlbares Wohnen ist eine der wesentlichen sozialen Fragen unserer Zeit. Stadt und Staat müssen ihrer Verantwortung nachkommen und sicherstellen, dass alle Mieterinnen und Mieter bezahlbaren Wohnraum finden können. Den Fehlentwicklungen auf dem Wohnungsmarkt mit deutlich steigenden Mieten muss Einhalt geboten werden.“