Dresden - Die Landesdirektion Sachsen hat die Konzessionen für die Luftrettungsstationen Leipzig und Zwickau neu vergeben. Den Zuschlag für beide Standorte erhielt die ADAC Luftrettung gGmbH. Der neue Vertragszeitraum beginnt am 1. Januar 2027 und läuft über 19 Jahre. Damit setzt sich der bisherige Betreiber der Stationen im Vergabeverfahren erneut durch.
Nach Angaben der Landesdirektion Sachsen regeln die neuen Konzessionsverträge erweiterte Einsatzzeiten. Die Rettungshubschrauber sollen künftig täglich von Sonnenaufgang, frühestens ab 7:00 Uhr, bis Sonnenuntergang alarmierbar sein. In den Herbst- und Wintermonaten wird die Alarmierung zudem bis 19:00 Uhr möglich sein.
Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen, begründet diese Erweiterung mit dem hohen Unfallaufkommen in der Dämmerungszeit. Die Anpassung soll die Luftrettung in den betroffenen Regionen insbesondere in den dunkleren Monaten verbessern.
Eine weitere Neuerung betrifft den Standort Zwickau. Der dort stationierte Rettungshubschrauber soll künftig mit einer Winde ausgestattet werden. Damit können im Tagflugbetrieb auch Rettungseinsätze in schwer zugänglichem Gelände abgesichert werden. Genannt werden insbesondere das Erzgebirge und das Vogtland.
Für Leipzig bedeutet die Neuvergabe, dass die ADAC Luftrettung auch künftig für die Luftrettung an der Station zuständig bleibt. Die Konzession ist Teil der sächsischen Luftrettungsstruktur, zu der neben Leipzig und Zwickau auch die Stationen Dresden und Bautzen gehören.
Für die beiden anderen sächsischen Luftrettungsstationen in Dresden und Bautzen hatte die Landesdirektion Sachsen bereits im März 2026 die Konzessionen an die DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH vergeben.