Mi., 01.04.2026 , 13:55 Uhr

Zwischenfall am Dresdner Hauptbahnhof in der Nacht zu Mittwoch

Mann bedroht Bundespolizei im Gleisbereich

Am Dresdner Hauptbahnhof soll ein 60-Jähriger Bundespolizisten mit einem Pflasterstein bedroht und im Gleisbereich Widerstand geleistet haben.

Dresden - Am Dresdner Hauptbahnhof ist es in der Nacht zum 1. April 2026 zu einem Polizeieinsatz im Gleisbereich gekommen. Nach Angaben der Bundespolizei soll ein 60-jähriger Deutscher Beamte bedroht, einen Pflasterstein in Richtung eines Polizisten geworfen und bei seiner Festnahme Widerstand geleistet haben.

Wie die Bundespolizei mitteilte, sprach der Mann gegen 0.25 Uhr zunächst einen Beamten vor der Wache der Bundespolizei an und meldete einen vermeintlichen Notfall. Als der Polizist die Situation näher hinterfragte, habe sich das Verhalten des Mannes plötzlich verändert. Er habe die Legitimität des Beamten lautstark infrage gestellt und sich trotz mehrfacher Aufforderungen entfernt.

Nach Angaben der Bundespolizei ging der Mann anschließend in Richtung Bahnsteigende, überschritt dort Absperrungen und begab sich unerlaubt in den Gleisbereich in Richtung Freiberger Straße. Im Bereich eines Wartungstrakts habe er einen etwa zehn mal zehn Zentimeter großen Pflasterstein aufgenommen und sei damit auf einen nacheilenden Bundespolizisten zugegangen. Dabei soll er den Beamten mit dem Tod bedroht haben.

Auch die mehrfache Androhung von Pfefferspray habe den Mann nicht gestoppt, so die Bundespolizei. Als ein zweiter Beamter zur Unterstützung eintraf, habe der 60-Jährige den Pflasterstein in dessen Richtung geworfen. Der Wurf habe den Polizisten nur um wenige Meter verfehlt und sei im Gleisbett gelandet.

Laut Mitteilung wollte der Mann den Stein anschließend erneut aufnehmen. Dabei habe er jedoch das Gleichgewicht verloren und sei zwischen die Gleise gestürzt. Einsatzkräfte hätten diesen Moment genutzt, um ihn aus dem Gefahrenbereich zu holen. Dabei habe sich der Mann weiter gewehrt, nach den Beamten getreten und sich gegen die Fesselung gesperrt.

Bei dem Sturz erlitt der 60-Jährige nach Angaben der Bundespolizei eine Schürfwunde am Kopf. Eine Behandlung durch einen hinzugezogenen Notarzt habe er jedoch verweigert. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen sei der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Die Bundespolizeiinspektion Dresden leitete Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung ein. Weitere Angaben zum Hintergrund des Vorfalls machte die Behörde zunächst nicht.