Chemnitz - Ein 37-jähriger Mann hat am Dienstagnachmittag (20. Oktober) in Chemnitz einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Der Mann soll Passanten belästigt, mehrere Sachbeschädigungen begangen und schließlich seinen Hund auf Polizeibeamte gehetzt haben. Nach Angaben der Polizei stand er unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
Gegen 15:15 Uhr verständigten Zeugen die Polizei, nachdem ein Mann an der Kreuzung Stollberger Straße und Irkutsker Straße aufgefallen war. Er soll mit einem unangeleinten Hund auf der Straße herumgeschrien und sowohl Passanten als auch Autofahrer belästigt haben.
Laut Zeugenaussagen trat der 37-Jährige zudem seinen eigenen Hund und schlug die Verglasung einer Haltestelle ein. Anschließend entfernte er sich über die Lützowstraße in Richtung Zwickauer Straße. Auf seinem Weg soll er gegen mehrere geparkte Fahrzeuge getreten haben. Ob dabei Schäden entstanden, wird noch geprüft.
Auf der Zwickauer Straße konnten Polizeibeamte den Tatverdächtigen schließlich stellen. Dabei soll der Mann seinen großen Hund gezielt auf die Einsatzkräfte gehetzt haben. Das Tier sprang daraufhin einen Polizisten bellend an.
Trotz mehrfacher Aufforderung beruhigte der 37-Jährige seinen Hund zunächst nicht und nahm ihn auch nicht zur Seite. Erst als die Beamten den Einsatz von Reizgas und ihrer Dienstwaffe androhten, kam der Mann der Aufforderung nach.
Die Polizei nahm den Mann zunächst in Gewahrsam. Sein Hund wurde in ein Tierheim gebracht. Später wurde der 37-Jährige in eine Fachklinik eingeliefert.
Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Tatverdächtige bereits zuvor in der Max-Müller-Straße weitere Sachbeschädigungen begangen haben soll.
Dort soll er mit einem Wurfmesser die Scheiben von zwei geparkten Autos beschädigt haben. Betroffen waren ein Nissan und ein Ford. Wie hoch der entstandene Schaden insgesamt ist, steht noch nicht fest.
Gegen den deutschen Staatsangehörigen wurden mehrere Strafanzeigen erstattet. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Sachbeschädigung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und das Waffengesetz.
Bei dem gesamten Vorfall wurde nach Polizeiangaben niemand verletzt. Die Ermittlungen zu den Sachbeschädigungen und deren Umfang dauern an.