Mi., 12.08.2026 , 19:10 Uhr

Neuer Strand, Promenade und 285 Parkplätze

10,75 Millionen Euro für den Störmthaler See

10,75 Millionen Euro fließen an den Störmthaler See. Geplant sind Strand, Promenade und neue Parkplätze.

Am Störmthaler See steht eines der größten Tourismusprojekte der kommenden Jahre an. 10,75 Millionen Euro Fördermittel fließen in die weitere Erschließung des Gebietes östlich der Grunaer Bucht. Insgesamt sollen rund 12,36 Millionen Euro investiert werden. Geplant sind unter anderem ein neuer Erholungsstrand, eine 325 Meter lange Strandpromenade, neue Straßen und Versorgungsanschlüsse sowie insgesamt 285 Parkplätze.

Die Förderbescheide wurden am Störmthaler See von Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter an Großpösnas Bürgermeister Daniel Strobel übergeben. Für die Gemeinde ist das Projekt ein wichtiger Schritt bei der weiteren touristischen Entwicklung des Sees und des Leipziger Neuseenlandes.

Neuer Strand und 325 Meter lange Promenade

Bislang fehle am Störmthaler See vor allem ein entsprechend erschlossener Strandbereich, erklärt Großpösnas Bürgermeister Daniel Strobel. Genau dort soll das Millionenprojekt ansetzen.

Neben der eigentlichen Erschließung des Gebietes sind Straßen sowie Anschlüsse für Trinkwasser, Abwasser und Strom vorgesehen. Besonders sichtbar dürfte für Besucher der geplante neue Erholungsstrand werden. Dazu soll eine 325 Meter lange Strandpromenade entstehen.

Ergänzt werden soll das Angebot durch Sanitäranlagen, eine Slipanlage für Boote sowie einen barrierefreien Panoramaweg mit Aufzug und Rampe. Damit soll ein bisher nur begrenzt erschlossener Bereich des Störmthaler Sees deutlich stärker touristisch genutzt werden.

285 neue Parkplätze am Störmthaler See geplant

Mit dem Ausbau soll auch die Infrastruktur für Besucher wachsen. Insgesamt sind 285 kostenpflichtige Pkw-Stellplätze vorgesehen.

90 Fahrzeuge sollen künftig auf einem zentralen Hauptparkplatz Platz finden. Weitere 195 Stellplätze sind auf einem vorgelagerten Überlaufparkplatz geplant. Zusätzlich sollen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder entstehen.

Allein für diesen Teil des Projektes sind Fördermittel in Höhe von 1,76 Millionen Euro vorgesehen.

Großpösna setzt auf wachsenden Tourismus

Für die Gemeinde Großpösna ist der Tourismus längst mehr als ein Freizeitangebot. Bürgermeister Daniel Strobel sieht darin auch einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die kommenden Jahre.

Nach seinen Angaben zählt Großpösna inzwischen rund 80.000 Übernachtungen pro Jahr. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre habe sich die Zahl der Übernachtungen verdoppelt. Um diese Entwicklung fortsetzen zu können, brauche es allerdings die entsprechende Infrastruktur.

Genau hier setzt die weitere Erschließung an. Auf rund 20,6 Hektar soll im Bereich der östlichen Grunaer Bucht ein touristisches Gewerbegebiet entwickelt werden. Es knüpft an die bereits vor Jahren erschlossene Magdeborner Halbinsel an.

Freistaat will Wassertourismus weiterentwickeln

Auch Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter verbindet mit dem Projekt größere Erwartungen für den gesamten Südraum von Leipzig.

Der Freistaat wolle den Wassertourismus weiterentwickeln und damit zusätzliche wirtschaftliche Impulse für die Region ermöglichen. Die Millionenförderung soll nach Vorstellung des Landes deshalb nicht nur Badegästen und Wassersportlern zugutekommen, sondern die touristische Entwicklung des Standortes insgesamt unterstützen.

Das Projekt steht zugleich für den Wandel des Leipziger Neuseenlandes. Der heutige Störmthaler See entstand aus einer ehemaligen Braunkohle-Tagebaulandschaft. Für Panter gehört zur Aufarbeitung dieser Vergangenheit auch, solche Flächen langfristig weiterzuentwickeln und für die Region nutzbar zu machen.

Vom Tagebau zum Freizeitgebiet

Der Störmthaler See ist damit ein weiteres Beispiel für die tiefgreifende Veränderung südlich von Leipzig. Aus ehemaligen Tagebauflächen sind in den vergangenen Jahrzehnten Seen, Freizeitangebote und touristische Standorte entstanden.

Mit dem neuen Projekt soll diese Entwicklung am Südufer fortgesetzt werden. Dabei geht es nicht nur um einen neuen Strand. Straßen, technische Anschlüsse, Wege und Parkmöglichkeiten sollen die Grundlage dafür schaffen, dass sich weitere touristische Angebote ansiedeln können.

Bis alles fertig ist, wird es allerdings noch einige Jahre dauern.

Fertigstellung bis 2029 vorgesehen

Die Erschließung des touristischen Gewerbegebietes soll nach den aktuellen Planungen bis Ende 2028 abgeschlossen sein.

Für die beiden neuen Parkplatzbereiche läuft der Zeitplan noch etwas länger. Sie sollen spätestens bis Ende 2029 fertiggestellt werden.

Dann dürfte sich das Bild an diesem Teil des Störmthaler Sees deutlich verändert haben. Wo heute noch vergleichsweise wenig touristische Infrastruktur vorhanden ist, sollen künftig Strand, Promenade, Wege und neue Angebote Besucher anziehen.