Chemnitz- Die Saxony Open zählen zu den etablierten Kickbox-Turnieren in Sachsen und ziehen jedes Jahr zahlreiche Sportlerinnen und Sportler nach Chemnitz. In der Leichtathletik-Mehrzweckhalle im Sportforum trafen Athleten aus verschiedenen Regionen aufeinander, um sich in unterschiedlichen Disziplinen zu messen.
Volle Halle, konzentrierte Gesichter – und dann geht alles ganz schnell: Schlag, Tritt, Punkt Bei den „Saxony Open“, den 22. Internationalen Sächsischen Meisterschaften im Kickboxen, treffen sich in Chemnitz rund 250 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutschland – und darüber hinaus. In der Leichtathletik-Mehrzweckhalle im Sportforum wird in verschiedenen Disziplinen gekämpft: Point Fighting, Leichtkontakt, Kick-Light – und auch Vollkontakt sowie K1. Doch hinter den Kämpfen steckt weit mehr als nur Kraft und Technik. Mittendrin: Niklas Knorr. Konzentriert, fokussiert – und am Ende siegreich. Für ihn ist Kickboxen längst mehr als nur ein Hobby – es ist ein Sport, der fordert und prägt.
Disziplin, Teamgeist – und vor allem mentale Stärke. Denn im Ring entscheidet längst nicht nur der Körper darüber, wer am Ende die Nase vorn hat. Was viele unterschätzen: Der Unterschied zwischen Training und Wettkampf ist enorm – hier zählt jeder Moment, jede Entscheidung. Genau deshalb sind Turniere wie die Saxony Open für viele Sportler unverzichtbar. Sie bieten die seltene Gelegenheit, das Gelernte unter echten Bedingungen abzurufen – und sich mit anderen zu messen. Eine Einschätzung, die auch Veranstalter Ralf Köster teilt.
Kickboxen ist dabei ein Sport, der oft mit Vorurteilen zu kämpfen hat. Doch wer genauer hinschaut, erkennt schnell: Es geht um Kontrolle, Respekt und klare Regeln – nicht um unkontrollierte Härte. Und genau dieser Teamgeist zeigt sich nicht nur bei den erfahrenen Kämpfern – sondern auch beim Nachwuchs. Seit zwei Jahren trainiert Eddie – und steht heute bereits zum fünften Mal im Ring. Die Begeisterung für den Sport ist ihm dabei deutlich anzusehen.
Auch Lilly Nordmann sammelt bei den Saxony Open wichtige Erfahrungen – und gewinnt gleich ihren ersten Kampf. Am Ringrand begleitet sie ihr Trainer lautstark, gibt Anweisungen, motiviert – und wird damit zu einer der wichtigsten Stimmen im entscheidenden Moment. Gerade in solchen Situationen zählt jede Unterstützung – denn im Ring wird alles andere ausgeblendet. Was bleibt, ist der Fokus auf den Moment.Für viele ist Kickboxen deshalb mehr als nur ein Sport – es ist ein Prozess, eine persönliche Entwicklung, die weit über den Wettkampf hinausgeht. Wie wichtig solche Veranstaltungen sind, weiß auch Lukas Landgraf. Der deutsche Meister im Kickboxen unterstützt hier als Trainer – und kennt die Herausforderungen der Szene genau.
Denn gerade in Mitteldeutschland sind Wettkämpfe keine Selbstverständlichkeit. Viele Sportler müssen weite Strecken zurücklegen, um sich mit anderen auf ihrem Niveau messen zu können. Umso wertvoller sind Turniere wie dieses – für Erfahrung, Entwicklung und den direkten Vergleich. Die Saxony Open zeigen eindrucksvoll, was Kickboxen wirklich ausmacht: Disziplin, Teamgeist – und die Leidenschaft, immer wieder über die eigenen Grenzen hinauszugehen.