Chemnitz- Große Gefühle, internationale Gäste und bewegende Geschichten: Das Sächsische Mozartfest will 2026 mehr sein als ein klassisches Musikfestival. Warum dabei der Tango eine besondere Rolle spielt und weshalb junge Musiker aus der Ukraine nach Sachsen reisen.
Vom 8. bis 25. Mai lädt das Sächsische Mozartfest an unterschiedlichen Orten zu Begegnungen im Zeichen der Musik ein, dargeboten von internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Eröffnet wird das Fest, das unter dem Titel „Von Angesicht zu Angesicht“ in seine 35. Runde startet, von Ragna Schirmer. Die Pianistin aus Halle wird außerdem mit dem Sächsischen Mozartpreis 2026 ausgezeichnet.
Teil des Programms ist auch ein Orchester aus der ukrainischen Stadt Lwiw. Die Schülerinnen und Schüler haben bereits in der Vergangenheit die Sächsische Mozartgesellschaft besucht und sind nun Teil der Eröffnungsfeier. Für Sebastian Schilling ein besonderer Moment. Der Netzwerker und Öffentlichkeitsarbeiter der Mozartgesellschaft erklärte im Interview mit Sachsen Fernsehen, dass es neben dem sichtbar machen der musikalischen Partnerschaft auch darum gehe, den Jugendlichen eine Auszeit vom Kriegsalltag zu ermöglichen.
Ein Punkt, der auch Ragna Schirmer berührt. Mit Blick auf die kleine Reisegruppe aus Lwiw werde klar, was Krieg auch für junge Generationen bedeutet. Denn die Delegation aus dem Kriegsgebiet besteht vor allem aus jungen Musikerinnen.
Das Mozartfest 2026 folgt auf das Kulturhauptstadtjahr 2025. Daran wolle man laut Schilling anschließen – unter anderem mit dem wohl traurigsten aller Tänze: dem Tango. Dieser sei auch durch das Instrument Bandoneon mit der Region verknüpft.
Mit seinen vielfältigen Konzertreihen schlägt das 35. Sächsische Mozartfest 2026 eine Brücke zwischen Tradition und Moderne, zwischen Klassik, Jazz und zeitgenössischen Klängen. Ob „Mozart original“, „Mozart regional“ oder „Mozart modern“ – das Festival will Menschen zusammenbringen, Generationen verbinden und Musik als lebendigen Begegnungsraum erlebbar machen. Gleichzeitig erinnert es aufmerksame Besucher daran, dass Frieden und unbeschwerte Begegnungen keine Selbstverständlichkeit sind.