Do., 07.05.2026 , 17:57 Uhr

Leipzig

Abgesagte Veranstaltungen, Gedenkminuten und mehr Sicherheit: Leipzigs Eventszene reagiert auf Amokfahrt

Nach der Amokfahrt passt Leipzigs Veranstaltungswelt ihre Pläne an. Viele Events finden statt, aber mit Gedenken und mehr Sicherheit.

Nach der Amokfahrt vom Montag steht Leipzig weiter unter Schock. Die Tat hat viele Menschen tief erschüttert und wirkt sich nun auch auf die kommenden Veranstaltungen in der Stadt aus.

Am Wochenende sind mehrere größere Events geplant, darunter das Connewitzer Straßenfest, der Leipziger Frauenlauf, der Wings for Life World Run rund um die Red Bull Arena und das Heimspiel von RB Leipzig gegen den FC St. Pauli.

Viele Veranstalter wollen ihre Veranstaltungen wie geplant durchführen, reagieren aber mit angepassten Sicherheitsmaßnahmen. Beim Frauenlauf sollen zusätzliche Zäune an der Strecke aufgebaut werden, außerdem ist vor dem Hauptlauf eine Gedenkminute geplant. Auch beim Wings for Life World Run werden die Vorkehrungen verschärft. Rund um die Red Bull Arena sind zusätzliche Durchfahrtssperren vorgesehen.

Ein sichtbares Zeichen des Mitgefühls soll es auch im Fußball geben: RB Leipzig wird im Heimspiel gegen den FC St. Pauli mit Trauerflor auflaufen. Zudem ist vor dem Anpfiff eine Schweigeminute geplant, um den Opfern der Tat zu gedenken.

Andere Veranstalter ziehen Konsequenzen und sagen Programmpunkte ab oder verschieben sie. Ein Comedy-Abend im Kupfersaal findet aus Rücksicht auf die Betroffenen nicht statt. Auch Gerd Dudenhöfer verschiebt sein geplantes Gastspiel im Academixer auf September.

Viele Leipziger Kulturhäuser halten dagegen bewusst an ihrem Programm fest. Die Leipziger Pfeffermühle, das Gewandhaus, die Oper und das Krystallpalast Varieté wollen weiterspielen, aber mit Fingerspitzengefühl. In der Oper soll es in den ersten Vorstellungen nach dem Vorfall Gedenkminuten geben. Das Gewandhaus und die Philharmonie Leipzig widmen kommende Konzerte den Opfern, Betroffenen und Helfern.

Zwischen Trauer, Respekt und Pragmatismus sucht Leipzig damit einen Weg, mit dem Geschehenen umzugehen. Die Stadt hält inne, aber sie steht auch zusammen.