Leipzig - AfD-Bundestagskandidat Christian Kriegel äußert sich zu Migrationspolitik und Energiefragen. Warum er die CDU kritisiert und welche Lösungen er für Energie- und Migrationsthemen vorschlägt.
AfD-Kandidat im Leipziger Norden äußert sich zu Parteiwahl und CDU-Kritik
Christian Kriegel, der AfD-Bundestagskandidat für den Leipziger Norden, erläuterte in einem Studiointerview seine Beweggründe für den Beitritt zur Alternative für Deutschland (AfD). "Seit 2013 bin ich Mitglied und habe bis jetzt keinen Tag bereut," so Kriegel. Hintergrund sei für ihn die Verschiebung der CDU unter Angela Merkel zu Mitte-Links gewesen, die ihn dazu veranlasste, eine neue politische Heimat zu suchen.
Kommunalpolitische Erfolge und Kritik an der Stadtverwaltung
In seiner Tätigkeit im Leipziger Stadtrat sieht Kriegel Erfolge wie die Initiierung einer Kita als bedeutend, obwohl er anmerkt, dass AfD-Anträge oft abgelehnt werden. Besonders ärgerlich sei, dass der Vorschlag zur Wiederbelebung der Kita an der Gleisstraße von der Stadtverwaltung zuerst abgelehnt, später aber mit einem ähnlichen Projekt realisiert wurde.
Diskussionen über Klimaschutz und Migration
In Bezug auf den Klimaschutz fordert Kriegel eine Politik mit "Sinn und Verstand", wobei er die Nutzung von Braunkohle in Leipzig weiterhin für notwendig hält. Der Vorstoß, das Kraftwerk Lippendorf zu verlängern, wird von ihm unterstützt. Bei der Migration kritisiert er insbesondere den Beitritt Leipzigs zur Initiative "Sichere Häfen", die zusätzlichen Druck auf die Stadt ausübt.
Zukünftige Energiepolitik und soziale Themen
Die AfD sei für den Ausbau der Kernenergie wegen ihrer Effizienz und Sauberkeit, so Kriegel. Auch solle die Kohleenergie weiter genutzt werden. In der Familienpolitik strebt die AfD laut Kriegel ein Betreuungsgehalt für Kleinkinder und ein steuerliches Familiensplitting an, um die Geburtenrate zu steigern.
Forderungen und Positionen gegenüber der CDU
Kriegel äußerte sich auch zur Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der CDU und kritisierte deren aktuelle Haltung. Trotz der Debatten um die Abstimmung mit der AfD im Bundestag betont er die Notwendigkeit, "alles zum Wohle des deutschen Volkes" zu tun und sieht eine potenzielle Zusammenarbeit unter neuen Bedingungen als denkbar.