Dresden: Die "Allianz für Sachsen", ein Zusammenschluss aus kommunalen und Wirtschaftsvertretern, wendet sich mit Reformforderungen an den Freistaat Sachsen. In einem Positionspapier werden über acht Themenfelder verteilte Maßnahmen für ein Ankurbeln der Wirtschaft und eine Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit aufgeführt.
Im Mittelpunkt der Reformagenda steht der Abbau von Bürokratie. Dafür haben Mitgliedsverbände und Unternehmen konkrete Hemmnisse aus ihrem Arbeitsalltag gesammelt und in einem Katalog gebündelt, der der Landesregierung übergeben wurde. Ziel ist es, unternehmerische Prozesse zu erleichtern und wirtschaftliche Aktivitäten zu fördern.
Weitere Schwerpunkte sind Digitalisierung, Bildung und Forschung sowie die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung. Städte und Gemeinden fordern mehr Handlungsspielraum, um regional passgenau reagieren zu können.
Kritisch äußert sich die Allianz auch zur Ausgabenstruktur des Freistaates. Rund die Hälfte des Haushalts entfällt auf Personalkosten. Zudem werden Doppelstrukturen und gleichbleibende Ministerien trotz veränderter Koalitionen als Einsparpotenziale gesehen. Die Forderungen sollen nun in die Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2027/28 eingebracht werden, um langfristige Perspektiven für Wirtschaft und Kommunen zu schaffen.