Ein Augenzeuge, der 27-jährige Medizinstudent A. Yarim, war zum Zeitpunkt der Tat in einer nahegelegenen Bibliothek. Als er die Situation bemerkte, eilte er nach draußen und versuchte, Verletzten zu helfen. „Der Opa, der war fast gestorben, aber wir haben trotzdem reanimiert“, berichtet er.
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung zeigte sich am Abend tief erschüttert: „Wir sind fassungslos über das, was geschehen ist. Ein Mann rast in die Einkaufszone. Wir beklagen zwei Tote, momentan drei Schwerverletzte und viele weitere Verletzte.“
Sachsens Innenminister Armin Schuster sprach von einer „schrecklichen Amokfahrt“. Nach aktuellem Stand gehen die Behörden von einem Einzeltäter aus. Der Tatverdächtige ist laut Schuster ein 33-jähriger deutscher Staatsangehöriger. Er wurde noch am Tatort festgenommen. Laut Polizei besteht keine weitere Gefahr für die Leipziger Innenstadt.
Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat Ermittlungen wegen Mordes in zwei vollendeten Fällen sowie wegen versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen eingeleitet. Oberstaatsanwältin Dr. Claudia Stabe sagte, die Ermittlungen stünden noch am Anfang. Zu den Opfern und zum möglichen Motiv machte sie zunächst keine weiteren Angaben.
Für Betroffene und Angehörige wurde eine Anlaufstelle eingerichtet. Die Spurensicherung lief bis in die Abendstunden. Sachsen Fernsehen berichtet weiter, sobald neue gesicherte Informationen vorliegen.