In der Dreikönigskirche haben am Freitag die Tage der Landesarchäologie begonnen. Zwei Tage lang treffen sich Fachleute, Studierende und Geschichtsinteressierte, um über neue Erkenntnisse und aktuelle Grabungen in Sachsen zu sprechen.
Eröffnet wurden die Veranstaltungstage von Barbara Klepsch, der sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus. In zahlreichen Vorträgen geht es um aktuelle Ausgrabungen, neue Funde und die Bedeutung archäologischer Arbeit für das kulturelle Erbe des Freistaats.
Warum das Thema für Sachsen so wichtig bleibt, erklärte Kuratorin Regina Smolnik:
„Sachsen ist seit Anbeginn der Menschheit besiedelt. Über viele Tausende Jahre ist die Archäologie die einzige Quelle zur Geschichte des Landes – sie spiegelt den Alltag der Menschen, der in Schriftquellen oft fehlt.“
Auch Thomas Lukas, wissenschaftlicher Grabungsleiter, sprach über seine Leidenschaft für das Fach:
„Schon seit Kindergartenzeiten konnte ich mir nichts anderes vorstellen. Ich wollte immer Archäologe werden und habe mich früh auf diesen Weg konzentriert.“
Ein Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung ist die Denkmalpflege. „Wir müssen ausdiskutieren, wie wir mit dem archäologischen Erbe umgehen, wo untersucht werden kann und welche Maßnahmen zum Schutz greifen sollen“, sagte Regina Smolnik im Gespräch mit Sachsen Fernsehen.
Noch bis Samstagnachmittag laufen die Tage der Landesarchäologie – mit weiteren Vorträgen, spannenden Diskussionen und Einblicken in die archäologische Forschung Sachsens.