Chemnitz- Mit diesen Worten bringt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer auf den Punkt, warum moderne Ausbildung heute wichtiger ist denn je. Denn wer auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben will, braucht Fachkräfte, die digitale Fertigungsprozesse nicht nur bedienen, sondern auch verstehen.
Genau darauf bereitet die Richard-Hartmann-Schule in Chemnitz ihre Auszubildenden seit Jahren vor. Für dieses Engagement wurde die Berufsschule nun erneut zertifiziert. Gemeinsam mit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau überreichte Kretschmer das Qualitätssiegel für den Lernbereich rechnergestützte Fertigung. Die Auszeichnung bestätigt die hohe Qualität der Ausbildung in einem Bereich, der für die Industrie immer wichtiger wird. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet das: Sie lernen nicht nur den Umgang mit modernen Maschinen. Sie beschäftigen sich mit digitalen Konstruktionsdaten, programmieren Fertigungsabläufe und verstehen die Prozesse hinter einer modernen Produktion. Bereits 2019 schrieb die Richard-Hartmann-Schule Geschichte. Damals erhielt sie als erste Schule in Ostdeutschland die Zertifizierung im Bereich rechnergestützte Fertigung. Mit der jetzigen Rezertifizierung wird dieser Weg, laut Schulleiter Jens Steglich, konsequent fortgesetzt.
Die Zertifizierung bewertet unter anderem die technische Ausstattung, die Qualität der Unterrichtskonzepte und die Einbindung von Industrie-4.0-Themen. Dabei profitiert die Schule auch von ihrer engen Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region. Denn die Anforderungen der Wirtschaft verändern sich stetig. Viele Betriebe suchen händeringend Nachwuchs. Gleichzeitig werden Produktionsprozesse immer komplexer und digitaler. Umso wichtiger ist es, junge Menschen frühzeitig auf diese Entwicklung vorzubereiten. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist die neue Zusatzqualifikation „Digitale Fertigungsprozesse“. Mit einer ersten Klasse ist die Richard-Hartmann-Schule bereits gestartet. Die Auszubildenden beschäftigen sich dabei zusätzlich mit vernetzten Fertigungssystemen, digitaler Prozessplanung, Smart Factory und Künstlicher Intelligenz. Doch trotz aller technischen Möglichkeiten stehen Schulen und Ausbildungsbetriebe weiterhin vor Herausforderungen, wie Jens Steglich beim Besuch des Ministerpräsidenten.
Umso wichtiger seien moderne Lernumgebungen, engagierte Lehrkräfte und starke Partner aus der Wirtschaft. Dass die Schule dabei weit über Chemnitz hinaus Beachtung findet, zeigt auch der Besuch des Ministerpräsidenten. Für Schulleiter Jens Steglich ist das eine besondere Anerkennung und ein Zeichen für die duale Ausbildung. Und dieses Interesse hat gute Gründe. Denn die Ausbildung von heute entscheidet mit darüber, wie erfolgreich die Industrie von morgen sein wird.
Mit modernster Technik, innovativen Ausbildungsangeboten und engen Kontakten zur Wirtschaft setzt die Richard-Hartmann-Schule ein wichtiges Zeichen gegen den Fachkräftemangel. Die erneute Zertifizierung bestätigt dabei nicht nur die Qualität der Ausbildung, sondern auch die Bedeutung des Standorts Chemnitz für die industrielle Zukunft Sachsens.