Wie der Wiederaufbau der Semperoper nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg umgesetzt wurde, zeigt eine Sonderausstellung im Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.
Angestoßen vom Gottfried-Semper-Club e.V., wurde die Ausstellung am 14. September zum Tag des offenen Denkmals eröffnet. Zu sehen sind unter anderem originale Zeichnungen von Gottfried Semper für das erste Hoftheater ab 1838 sowie zahlreiche Pläne und Entwürfe, die nach den Zerstörungen von 1945 als Grundlage für den Wiederaufbau dienten.
Die Ausstellung gliedert sich in mehrere Teile. Neben historischen und modernen Wiederaufbaukonzepten widmet sich ein eigener Abschnitt der konkreten künstlerischen Umsetzung. Gezeigt werden Entwürfe für Wand- und Deckenmalereien sowie Dokumente zu den einzelnen Arbeitsschritten.
Zwischen 1977 und 1985 floss viel Zeit und Aufwand in eine möglichst detailgetreue Rekonstruktion. Eine besondere Herausforderung bestand darin, historische Handwerkstechniken wie Stuckarbeiten, Vergoldungen oder spezielle Maltechniken neu zu erlernen, da diese zum Teil nicht mehr praktiziert wurden.
Aufgrund des großen Besucherinteresses wurde die Ausstellung verlängert. Sie hat seit ihrer Eröffnung auch zahlreiche ehemalige Beteiligte des Wiederaufbaus angezogen. Besucht werden kann sie noch bis zum 27. Februar.