Do., 11.06.2026 , 18:51 Uhr

Schienenersatzverkehr ab dem 2. Juli

Bauarbeiten auf den S-Bahnlinien S3/S30

Zwischen Leipzig und Schkeuditz fallen S3 und S30 drei Monate lang aus – Ersatzbusse, Umleitungen und Bauarbeiten sorgen für Änderungen im ÖPNV.

Ab dem 2. Juli müssen Pendler zwischen Leipzig und Schkeuditz deutlich mehr Zeit einplanen. Die S-Bahn-Linien S3 und S30 fallen zwischen Leipzig-Slevogtstraße und Schkeuditz bis zum 10. Oktober aus. Grund sind umfangreiche Bauarbeiten rund um den S-Bahnhof Wahren.

Pendler können auf Ersatzbusse umsteigen, müssen jedoch etwa 20 Minuten mehr Fahrtzeit einplanen. Die Busse fahren im 30-Minuten-Takt. Die seit Dezember neue Linie S30 entfällt ersatzlos. Zusätzlich sorgt die S35 für drei schnelle Verbindungen pro Stunde zwischen Halle und Leipzig über den Flughafen – der Halt in Leipzig Messe entfällt.

Leonhard Novak, Netzmanager S-Bahn Mitteldeutschland, erklärt:
Mit der S35 sichern wir schnelle Nahverkehrsverbindungen, auch während der Sperrung. Ziel ist es, die Auswirkungen für die Kundinnen und Kunden so gering wie möglich zu halten.

Der Grund für die Umbauarbeiten: Die Eisenbahnbrücken an der Pittler- und Linkelstraße sind über 120 Jahre alt. Gutachten zeigen, dass sie den Anforderungen des Güterverkehrs und stark frequentierter S-Bahn-Strecken nicht mehr gewachsen sind, so Torsten Generlich, Projektleiter DB Infra Go. Neue Stahlbetonbrücken sollen den regulären Betrieb sichern, die alten Fachwerkteile bleiben als Denkmal sichtbar, werden aber nicht mehr befahren.

Parallel modernisieren die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) die Gleise und Haltestellen der Straßenbahnlinie 11 in Wahren. Ab Möckernscher Markt ist ein Schienenersatzverkehr im Einsatz; ab 4. Juli wird die Linie 11 nach Gohlis-Nord umgeleitet. Ersatzbusse fahren tagsüber im 7-Minuten-Takt, halten an allen üblichen Haltestellen, darunter auch Lindenthaler Straße und Chausseehaus.

Sven Schöne, Leiter Betriebsplanung LVB, rät:
„Die Fahrgäste sollten etwa 20 Minuten mehr Zeit einplanen. Mit zusätzlichen Bussen reagieren wir flexibel, falls es zu Staus kommt.“

Die parallelen Bauarbeiten von DB und LVB machen Schkeuditz rund vier Monate lang praktisch vom regulären Schienenverkehr abgeschnitten. Umleitungen, Ersatzbusse und Servicekräfte sollen Pendler, Schüler und Mitarbeiter, darunter viele vom DHL-Hub, unterstützen. Wie gut der Schienenersatzverkehr letztlich funktioniert, wird sich erst zeigen.