An der Brücke Budapester Straße in Dresden läuft ein aufwendiger Belastungsversuch. Hintergrund sind Schäden am spannungsrisskorrosionsgefährdeten Spannstahl, die bei Untersuchungen festgestellt wurden. Seit Mai ist die Brücke deshalb teilweise gesperrt und durch zusätzliche Notstützen entlastet. In den Nächten vom 10. bis 12. August wird nun untersucht, wie sich das Bauwerk unter kontrollierter Belastung verhält.
Zum Einsatz kommen zwei 12-achsige Schwerlasttransporter. Die Überfahrten erfolgen schrittweise mit zunehmender Belastung und einem maximalen Gesamtgewicht von 326 Tonnen. Zahlreiche Sensoren messen dabei unter anderem Verformungen, Dehnungen und mögliche weitere Schäden. Die Ergebnisse sollen Aufschluss über die Resttragfähigkeit geben und als Grundlage für die Entscheidung über eine mögliche schrittweise Wiederinbetriebnahme dienen. Der Belastungsversuch kostet rund 900.000 Euro.