Bibliotheken erfüllen in Sachsen weit mehr als eine klassische Ausleihfunktion. Sie sind Lernorte, Treffpunkte und wichtige kulturelle Einrichtungen mit mehreren Millionen Besucherinnen und Besuchern pro Jahr. Gleichzeitig stehen sie – wie viele andere Kultureinrichtungen – unter finanziellem Druck.
Im Sächsischen Landtag wird aufgrund der Haushaltslage für 2026 eine Änderung des Kulturraumgesetzes diskutiert. Es regelt die Finanzierung nichtstaatlicher Kultureinrichtungen. Vertreter des Bibliotheksverbandes Sachsen brachten ihre Anliegen in Gesprächen mit Abgeordneten ein und warnten vor möglichen Kürzungen.
Der Freistaat zählt rund 400 Bibliotheken. Sie sollen trotz knapper Haushalte erhalten bleiben. Gleichzeitig stehen Bibliotheken vor neuen Herausforderungen: Digitalisierung, soziale Aufgaben und ein wachsendes Angebot jenseits des klassischen Buches prägen ihre Entwicklung.
Neben Büchern gehören heute auch E-Books, Filme, Veranstaltungen, Programmierangebote für Kinder und gemeinschaftliche Aktivitäten zum Alltag. Bibliotheken wirken zudem aktiv gegen Einsamkeit und entwickeln sich zu lebendigen Nachbarschafts- und Kulturorten. Die Finanzierung bleibt jedoch ein zentrales Problem.