Do., 28.08.2025 , 21:01 Uhr

Nur wenige Tage nach der Straßenbahn-Attacke sorgt ein weiterer Gewalttat für Aufsehen

Blutige Messer-Auseinandersetzung am Dresdner Hauptbahnhof

Dresden kommt nicht zur Ruhe: Nur wenige Tage nach der Messerattacke in einer Straßenbahn kam es am Mittwochabend am Wiener Platz vor dem Hauptbahnhof zu einer weiteren blutigen Auseinandersetzung. Ein 16-jähriger Syrer und ein 24-jähriger Tunesier verletzten sich dabei gegenseitig mit einem Messer.

Wie Polizeisprecher Lukas Reumund am Donnerstag gegenüber Sachsen Fernsehen erklärte, gerieten die beiden Männer gegen 21 Uhr aus bislang unbekannten Gründen in Streit. „Letztlich kam es zu einer Auseinandersetzung, bei der beide Schnittwunden davontrugen“, so Räume. Ein Augenzeuge filmte den Vorfall mit seinem Handy – die Aufnahmen sind nur schwer zu ertragen.

Viele Dresdner fragen sich, ob solche Taten künftig häufiger vorkommen. Räume betonte im Interview: „Dresden ist immer noch eine sichere Stadt, auch wenn wir jetzt leider zwei solcher Fälle in kurzer Zeit verzeichnen mussten.“ Beim Vorfall vom Wochenende gibt es unterdessen keine neuen Erkenntnisse, die Fahndung läuft weiter.

Spezielle Sofortmaßnahmen seien aktuell nicht geplant. Die Polizei verweist auf die bereits bestehende „Ermittlungsgruppe Innenstadt“ und Präventivstreifen, die an Wochenenden auch in der Neustadt unterwegs sind. Ziel sei es, die Lage genau zu analysieren und dann über weitere Schritte zu beraten.

Nur wenige Meter vom Tatort entfernt befindet sich die neue Citywache. Sie soll zur Beruhigung beitragen, doch Anwohner zweifeln an der Wirksamkeit. „Messbare Erfolge gibt es bisher nicht“, räumte der Polizeisprecher ein. Die Citywache diene vor allem als Präventions- und Ansprechpartnerzentrum – nicht als permanente Einsatzwache.

Die Polizei rät Zeugen, in Gefahrensituationen nicht selbst einzugreifen, sondern sofort die 110 zu wählen und den Vorfall aus sicherer Entfernung zu beobachten. „Niemand soll sich selbst in Gefahr bringen“, so Räume.