Dresden - Der Wiederaufbau der Carolabrücke geht in die nächste Phase. Im neuen Stadtforum haben vier Planungsteams ihre ersten Ansätze vorgestellt und mit Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Die Landeshauptstadt setzt dabei bewusst auf ein offenes Verfahren: Anders als bei klassischen Planungsprozessen soll die Öffentlichkeit schon früh eingebunden werden. Dabei wurde schnell deutlich, dass die Erwartungen an den Neubau hoch sind. Die neue Elbquerung soll nicht nur verkehrlich funktionieren, sondern sich auch in das sensible Stadtbild einfügen und künftig eine bessere Verbindung für alle Verkehrsteilnehmer schaffen.
In den Gesprächen mit den Besuchern zeigte sich, welche Themen vielen besonders wichtig sind. Breite Zustimmung gab es bei der Forderung nach einer besseren Anbindung an den Elbradweg. Deutlich unterschiedlicher wurden dagegen Fragen zur Gestaltung bewertet: Soll sich die neue Carolabrücke stärker an ihren historischen Vorgängern orientieren oder eher modern und zurückhaltend auftreten?
Bis zur Entscheidung ist es noch ein längerer Weg. Ende Mai sollen die vier Entwürfe öffentlich vorgestellt werden. Ab Mitte Juni folgt eine Ausstellung mit weiterer Bürgerbeteiligung, bevor der Stadtrat voraussichtlich Anfang September über das weitere Vorgehen entscheidet.