Fr., 13.02.2026 , 14:24 Uhr

Aktuelle Debatte im Landtag

CDU fordert Reform des Jugendstrafrechts

Im Sächsischen Landtag wurde über den Umgang mit straffälligen Kindern diskutiert. Die CDU fordert eine Reform des Jugendstrafrechts, während Linke und BSW auf Prävention und Jugendhilfe setzen.

Dresden - Jugendkriminalität durch Kinder unter 14 Jahren sorgt für politische Diskussionen. Im Landtag prallen Forderungen nach strengeren Regeln und mehr Prävention aufeinander.

Jugendkriminalität durch Kinder unter 14 Jahren hat im Sächsischen Landtag eine kontroverse Debatte ausgelöst. Anlass waren Berichte über sehr junge Tatverdächtige, insbesondere aus Leipzig. In einer Aktuellen Debatte ging es um die Frage, ob das bestehende Jugendstrafrecht noch ausreichend ist.

Die CDU sieht Handlungsbedarf. Nach ihrer Auffassung seien die bisherigen Regelungen zu starr, da strafrechtliche Maßnahmen erst ab 14 Jahren greifen. Ziel sei es, früher reagieren zu können – etwa abhängig von der individuellen Reife oder der Schwere der Tat. Die Debatte solle über den Bundesrat angestoßen werden, da das Jugendstrafrecht auf Bundesebene geregelt ist.

Kritik kommt von Linken und BSW. Beide Fraktionen lehnen eine Absenkung der Strafmündigkeit ab und verweisen auf den erzieherischen Ansatz des Jugendstrafrechts. Statt schärferer Gesetze fordern sie einen stärkeren Ausbau der Jugendhilfe sowie mehr präventive Angebote. Nach ihrer Auffassung liege die Ursache für steigende Fallzahlen vor allem in sozialen und gesellschaftlichen Faktoren.

Auch über die Gründe für Jugendkriminalität wurde diskutiert. Genannt wurden unter anderem psychische Belastungen, Folgen der Corona-Pandemie sowie fehlende Unterstützungsstrukturen. Einigkeit bestand darin, dass Prävention eine wichtige Rolle spielt – über den richtigen Umgang mit besonders auffälligen jungen Tätern herrscht jedoch weiterhin Uneinigkeit.