Mi., 14.01.2026 , 16:40 Uhr

Chemnitz öffnet Karl-Marx-Monumet

Chemnitz- Am Karl-Marx-Monument in Chemnitz steht eine ziemlich heikle Prozedur bevor – im Grunde eine Operation am offenen Schädel.

Seit Jahren macht der Bronze-Kopf nämlich etwas, das man von Denkmalen eher weniger erwartet: Er tropft. Eiszapfen und feuchte Stellen am Sockel zeigen, wo Wasser austritt – und was drinnen passiert, weiß niemand so genau.
Denn seit der Errichtung 1971 hat niemand mehr einen Blick in den Kopf von Marx geworfen. Jetzt soll das passieren: Im Frühjahr öffnet die Stadt eine Bronzeplatte am Hinterkopf, um das Innenleben zu untersuchen – das Stahlgerüst, den Zustand der Bronzeschichten, sogar den Sockel. Erst dann zeigt sich, wie groß der Schaden ist.

Rund 45.000 Euro hat Chemnitz erst einmal zurückgelegt, doch ob das reicht, hängt davon ab, was die Experten im Inneren finden. Fest steht nur: Die eigentliche Sanierung ist für die zweite Jahreshälfte geplant – und das „bedeutendste Denkmal im öffentlichen Raum“ bekommt endlich die Aufmerksamkeit, die es dringend braucht.