Chemnitz- Chemnitz steht ab Freitag wieder ganz im Zeichen der Straßenkunst. Warum die Acts beim 9. Chemnitzer Hutfestival nun öfter die Bühne erklimmen und wie Nachwuchskünstler auf das Event schauen.
Auch wenn der Nischel dieses Jahr keine Kopfbedeckung trägt, geht am Freitag das Chemnitzer Hutfestival in seine neunte Runde. Das beliebte Straßenkunst-Event konnte im Kulturhauptstadtjahr einen Besucherrekord verzeichnen. Dieser sei laut Ralf Schulze, Geschäftsführer der Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH, nur schwer zu toppen. Und das direkt zur Eröffnung. Denn laut Anne Grimm stehen Veränderungen an. Die Projektleiterin erklärte im Interview mit Sachsen Fernsehen, dass in diesem Jahr bereits am Freitag jedem Künstler mehr Bühnenzeit eingeräumt wird. Und auch im weiteren Festivalverlauf sollen die Künstler häufiger auf den Bühnen stehen. Das sei laut Anne Grimm vor allem ein Pluspunkt für die Besucher. Die Straßenkünstler stammen aus acht unterschiedlichen Nationen und werden auf acht Bühnen zu sehen sein.
Die Auswahl falle relativ schwer. Das liege auch daran, dass sich das Festival unter Künstlerinnen und Künstlern herumgesprochen habe und dementsprechend viele Bewerbungen auf dem Tisch lägen. Neben etablierten Acts wolle man allerdings auch dem Nachwuchs eine Bühne bieten. Eine der Nachwuchskünstlerinnen stammt aus Leipzig, heißt Mika und ist Teil des Duos „Mika und Elena“. Das Festival komme auch bei den Künstlerinnen und Künstlern sehr gut an. Das liege nicht nur am begeisterten Publikum, sondern auch daran, dass die Veranstalter äußerst fair entlohnen würden.
Neben Live-Musik, Clownerie und Artistik erwartet die Besucher auch der „Markt der schönen Dinge“ mit Kunst, Design, Schmuck, Kleidung und natürlich außergewöhnlichen Hüten. Start ist Freitag 17.00 Uhr. Der Eintritt zum Festival ist frei – die Veranstalter freuen sich jedoch wie schon erwähnt über freiwillige Unterstützung in den traditionellen „Hüten“ der Straßenkünstler.