Chennai ist ein Knotenpunkt für Sachsens internationale Wissenschaftskooperation: Eine Delegation besucht den renommierten IIT-Campus, auf dem ein einzigartiger Studiengang zu Wasser und Klimawandel existiert.
Tausende Kilometer von Dresden entfernt, aber mitten in Sachsens Zukunftsthemen: Eine Wirtschaftsdelegation um Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter besucht das Indian Institute of Technology (IIT) Madras in Chennai. Dort arbeitet die TU Dresden gemeinsam mit der RWTH Aachen und dem IIT Madras an einem Joint-Degree-Programm, das Studierende zu Wasser-, Klima- und Ingenieursfragen ausbildet.
Im Mittelpunkt steht die internationale Perspektive. Die Studentin Sarah, die derzeit ihr erstes Semester in Chennai absolviert, erklärt im Gespräch mit Sachsen Fernsehen: „Ich bin gleichzeitig an drei Universitäten eingeschrieben und verbringe jeweils ein Semester an jedem Standort.“ Die besondere Mischung aus Praxisnähe, Teamarbeit und globaler Forschung begeistere sie – etwas, das laut ihren Aussagen in Deutschland so kaum zu finden sei.
Forschung und Lehre sollen international enger vernetzt werden, damit sächsisches Know-how direkt an einem der renommiertesten technischen Campus der Welt zum Einsatz kommt.
Studierende sammeln dabei Erfahrungen weit über den Hörsaal hinaus. „Wir leben hier in einem Nationalpark, zwischen Rehen und Affen – draußen beginnt dann die laute Großstadt. Diese Kontraste sind unglaublich“, berichtet Sarah. Gleichzeitig nutzt sie ihre Zeit, um Indien zu bereisen – von Nordindien bis Kerala, sogar Sri Lanka steht auf ihrem Plan.
Für Sachsen soll das Programm weiter ausgebaut werden, damit künftig noch mehr Studierende den Schritt nach Indien wagen können. Sarah jedenfalls hat eine klare Empfehlung: „Ein Auslandssemester ist alles wert. So eine Chance kommt nicht oft im Leben.“