Sachsen- Chinesische Autobauer in Zwickau? Genau diese Idee sorgt derzeit in Sachsen für Diskussionen. Wirtschaftsminister Dirk Panter verteidigte seinen Vorstoß jetzt im Landtag – und sieht darin eine Chance für die Zukunft des Automobilstandorts.
Es waren Worte, die für Wirbel gesorgt haben. Der Vorschlag von Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter, chinesische Hersteller in Zwickau produzieren zu lassen, hat auch das Protokoll der 29. Plenarsitzung zumindest ein wenig tangiert. Denn gestartet wurde mit einer Erklärung des SPD-Politikers zum Thema. Es gehe darum, vorhandene Kooperationen aufzugreifen – keinesfalls jedoch um eine direkte Beteiligung des chinesischen Staates. Ziel sei vielmehr die Zukunftsfähigkeit Sachsens im Automobilsektor. Außerdem sei China längst nicht mehr nur die verlängerte Werkbank des Westens. Das Reich der Mitte habe in manchen Bereichen inzwischen so stark aufgeholt, dass man im Rahmen von Joint Ventures – etwa im Batteriebau – durchaus auch in Deutschland davon lernen könne.
Laut Panter soll im Zuge der Standortvereinbarung in Zwickau die Halle 5 in Mosel im Jahr 2027 geräumt werden. Das Modell ID.3 würde dann künftig in Wolfsburg vom Band laufen. Insgesamt plant Volkswagen bis 2030 den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland. Schon im vergangenen Jahr waren am Standort Mosel zahlreiche befristete Verträge ausgelaufen.